Mehr Kosten, mehr Wartezeit: Europas größtes Infrastrukturprojekt steckt erneut im Verzug – mit Folgen für zwei Länder.
Der Bau des Brennerbasistunnels zwischen Österreich und Italien verschiebt sich abermals – diesmal um zwei weitere Jahre. Was ursprünglich bereits 2016 in Betrieb gehen sollte, wird nun frühestens 2034 seinen Betrieb aufnehmen.
Kosten steigen weiter
Die neuerliche Verzögerung geht mit einem deutlichen Kostenanstieg einher. Für den rund 60 Kilometer langen Tunnel werden statt der bisher veranschlagten 10,5 Milliarden Euro nun 11,7 Milliarden Euro veranschlagt. Nachdem der Abschluss zuletzt für 2032 vorgesehen war, rückt der Fertigstellungstermin nun um weitere zwei Jahre nach hinten.
Für die BKS-Diaspora, die in beiden Ländern in beträchtlicher Zahl vertreten ist, könnte die erneute Verschiebung spürbare Folgen haben. Als zentrale Verbindungsachse zwischen Österreich und Italien kommt dem Tunnel erhebliche Bedeutung für Infrastruktur und Wirtschaft zu. Die anhaltenden Verzögerungen dürften bestehende Schwierigkeiten weiter verstärken und machen Anpassungen in der Verkehrs- sowie Wirtschaftsplanung erforderlich.