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Pool-Comeback

Pool statt Presseraum? Trump sorgt mit neuer Idee für Aufsehen

Pool statt Presseraum? Trump sorgt mit neuer Idee für Aufsehen
(FOTO: EPA / Samuel Corum / POOL)
3 Min. Lesezeit |

Schwimmbad statt Presseraum: Donald Trump spielt erneut mit der Idee, Journalisten aus dem traditionsreichen Briefing Room des Weißen Hauses zu verlegen und dort den früheren Pool wiederherzustellen.

US-Präsident Donald Trump erwägt offenbar einen ungewöhnlichen Umbau im Weißen Haus. Der James S. Brady Press Briefing Room könnte nach seinen Vorstellungen wieder einem Schwimmbad weichen. Berichten zufolge hatte Trump die Idee bereits mehrfach gegenüber seiner damaligen Pressesprecherin Karoline Leavitt angesprochen. Offiziell beschlossen oder angekündigt wurde ein solcher Umbau bislang allerdings nicht.

Ende September griff Trump die Idee auch öffentlich auf. Auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichte er eine Fotomontage, auf der der heutige Presseraum mit der Bezeichnung „Fake News Before“ einem prunkvollen Schwimmbad mit der Aufschrift „FDR Pool After“ gegenübergestellt wurde.

Pool liegt noch unter dem Presseraum

Die Idee hat einen historischen Hintergrund. 1933 wurde im Westflügelbereich des Weißen Hauses ein Hallenbad für Präsident Franklin D. Roosevelt gebaut, der Schwimmen auch für seine körperliche Therapie nutzte. Unter Präsident Richard Nixon wurde 1969 und 1970 darüber der heutige Presseraum errichtet, um dem wachsenden Pressekorps mehr Platz zu bieten.

Der damalige Pool wurde dabei nicht vollständig zerstört. Er befindet sich bis heute unter dem Boden des Pressezentrums und wurde lediglich überbaut. Das macht eine theoretische Wiederherstellung grundsätzlich möglich.

Journalisten könnten umziehen

Nach Medienberichten soll Trump darüber gesprochen haben, die im West Wing arbeitenden Journalisten in das nahe gelegene Eisenhower Executive Office Building zu verlegen. Damit würden Reporter ihren bisherigen Arbeitsplatz unmittelbar neben dem West Wing verlieren. Konkrete Pläne für eine Umsetzung gibt es bislang jedoch nicht.

Der Standort des Presseraums besitzt nicht nur praktische, sondern auch symbolische Bedeutung. Die White House Historical Association beschreibt seine unmittelbare Nähe zum Präsidenten als Ausdruck der Rolle der Medien als Verbindung zwischen Öffentlichkeit und Exekutive.

Streit um Medienzugang

Die Diskussion fällt in eine Zeit angespannter Beziehungen zwischen der Trump-Regierung und mehreren Medienhäusern. Im September wurden Journalisten von CNN, MS NOW und Politico zeitweise vom Gelände des Weißen Hauses ausgeschlossen. Die drei Medienunternehmen gingen dagegen gerichtlich vor.

Ein Bundesrichter ordnete daraufhin zunächst die Wiederherstellung des Zugangs an. Im Oktober entschied das Gericht außerdem, dass die Regierung den Zugang der drei Medienorganisationen während des laufenden Verfahrens weiterhin gewähren muss. CNN beklagte zuletzt allerdings, trotz dieser Entscheidung weiterhin von einzelnen Reisen mit der Air Force One und Aufgaben im Pressepool ausgeschlossen zu werden.

Auch Nachrichtenagenturen verloren feste Plätze

Bereits 2025 hatte das Weiße Haus die Regeln für den sogenannten Pressepool verändert. Associated Press, Reuters und Bloomberg verloren dabei ihre traditionellen permanenten Plätze im engen Pressepool und wurden in eine größere Rotation mit anderen Medien aufgenommen. Die Nachrichtenagenturen und die White House Correspondents‘ Association kritisierten diese Entscheidung als Einschränkung des unabhängigen Medienzugangs.

Ob Trump seine Idee eines wiederhergestellten „FDR Pool“ tatsächlich umsetzt, ist derzeit offen. Das Weiße Haus hat bislang keinen konkreten Zeitplan oder offiziellen Bauplan für eine Umwandlung des Presseraums veröffentlicht.

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KO KOSMO-Redaktion
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