Die nächste Konsolengeneration könnte Spieler teuer zu stehen kommen – und ein entscheidender Faktor kommt aus der KI-Welt.
Die PlayStation 6 könnte deutlich teurer werden als ihre Vorgängerin. Laut dem Hardware-Insider KeplerL2 sollen allein die Speicherkomponenten der neuen Konsole mehr als 680 US-Dollar kosten. Verantwortlich dafür ist vor allem die stark gestiegene Nachfrage durch KI-Rechenzentren, die in großem Umfang auf Speicherchips angewiesen sind.
Branchenbeobachter befürchten deshalb, dass die PlayStation 6 als erste Konsole ihrer Art die Schwelle von 1.000 US-Dollar überschreiten könnte. Branchenanalyst Joost van Dreunen zeigt sich in dieser Frage wenig optimistisch: „Bei diesem Tempo kommt die nächste Generation vielleicht erst 2028 auf den Markt, und wenn es soweit ist, wird der Einstiegspreis bei über tausend liegen.“
Kostendruck für alle
Der wachsende Kostendruck trifft nicht nur Sony: Auch Microsoft sieht sich mit steigenden Preisen für Speicherbauteile konfrontiert. Das konzerneigene Projekt, bekannt als Project Helix, dürfte ebenfalls von dieser Entwicklung nicht verschont bleiben. Bereits die PlayStation 5 wurde nach ihrem Marktstart schrittweise teurer – bei der kommenden Konsolengeneration könnten die Preise noch weiter nach oben klettern.
Differenzierte Marktperspektive
Manu Rosier vom Marktforschungsunternehmen Newzoo zeichnet ein differenzierteres Bild der Lage. Seiner Einschätzung nach werden die Hersteller die Einstiegspreise der nächsten Konsolengeneration aus psychologischen wie auch marketingstrategischen Überlegungen heraus unterhalb der 999-Dollar-Marke halten: „Die Preise für die Basismodelle der nächsten Generation werden aus psychologischen und marketingtechnischen Gründen wahrscheinlich unter 999 Dollar bleiben.“
Dennoch bleibt die Gesamtsituation ungewiss – weder Sony noch Microsoft haben bislang offizielle Preise oder Erscheinungstermine für ihre jeweiligen Geräte kommuniziert.
Auch die kolportierten Kosten für die Speicherkomponenten der PlayStation 6 sind bis dato nicht offiziell bestätigt.