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Sabotageakt

Bohrhaken an „Kickl-Klettersteig“ beschädigt – Mann vor Gericht

Bohrhaken an „Kickl-Klettersteig“ beschädigt – Mann vor Gericht
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Klettersteig, ein Winkelschleifer und eine Verbindung zu Herbert Kickl, die den Fall weit über die Alpen hinaus bekannt machte.

Vor dem Bezirksgericht Bruck an der Mur muss sich ein Mann verantworten, dem vorgeworfen wird, einen Klettersteig am Hochschwab mutwillig beschädigt zu haben. Bei dem betroffenen Steig handelt es sich um den „Geheimer Schwob“ – eine Route, die FPÖ-Chef Herbert Kickl als Erstbegeher für sich beansprucht.

Die Schäden wurden im März 2025 entdeckt und galten zunächst als politisch motivierter Akt gegen den Freiheitlichen-Obmann. Der Vorfall selbst soll sich am 12. März 2025 zugetragen haben. Der Beschuldigte räumte gegenüber dem Gericht ein, Laschen abgeschraubt und Bohrhaken mit einem Winkelschleifer abgesägt zu haben.

Gefahr für Leib und Leben

Die Alpinpolizei sicherte die Schäden vor Ort und dokumentierte das Ausmaß der Zerstörung. Besonders gravierend: Kletterinnen und Kletterer, die die Route begehen, sind darauf angewiesen, ihre Karabiner in eben jene beschädigten Laschen einzuhängen – ein Umstand, der als ernsthafte Gefährdung für Leib und Leben eingestuft wurde.

Die Anklageschrift wirft dem Mann Diebstahl sowie Sachbeschädigung vor. Da er geständig ist, sind für die Verhandlung keine Zeugen geladen; einzig der Beschuldigte selbst wird aussagen.

Politische Dimension

Herbert Kickl ist in dem Verfahren nicht als Verfahrenspartei beteiligt, dennoch verleiht seine Verbindung zu dem Klettersteig dem Fall eine politische Dimension. Dass ausgerechnet eine Route, die der FPÖ-Obmann erstbegangen hat, zum Ziel einer derartigen Aktion wurde, sorgte nach Bekanntwerden des Vorfalls für erhebliche öffentliche Aufmerksamkeit und wird seither mit breitem Interesse verfolgt.

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KO KOSMO-Redaktion
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