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Spezialmaßnahmen

Asbestfund in Wien: Straße muss jetzt komplett aufgerissen werden

Asbestfund in Wien: Straße muss jetzt komplett aufgerissen werden
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Bei Bauarbeiten in Wien-Hietzing ist Asbest im Straßenbelag entdeckt worden. Der belastete Asphalt muss nun unter besonderen Schutzmaßnahmen vollständig entfernt werden.

Bei Bauarbeiten in der Maxingstraße in Wien-Hietzing ist Asbest im rund 25 Jahre alten Straßenbelag entdeckt worden. Eigentlich wird in diesem Abschnitt eine neue Fernwärmeleitung verlegt. Nun muss zusätzlich der asbestbelastete Asphalt fachgerecht entfernt werden. Die Maxingstraße bleibt noch bis Ende Dezember gesperrt.

Schutz vor Asbestfasern

Damit bei den Arbeiten keine gesundheitsgefährdenden Fasern in die Umgebung gelangen, setzt die Stadt auf ein speziell getestetes Verfahren. Der Asphalt wird nicht herkömmlich abgefräst, sondern in großen Schollen aufgebrochen und dabei laufend mit Wasser benetzt. Dadurch soll verhindert werden, dass Asbestfasern aufgewirbelt werden.

Zusätzlich werden entlang der Baustelle Bauzäune mit Schutzplanen aufgestellt, um Passanten und Anrainer zu schützen. Laut Wolfgang Ablinger, stellvertretendem Leiter der Wiener Straßenverwaltung (MA 28), sollen die Maßnahmen verhindern, dass Asbestfasern in die Umgebung gelangen.

Das Verfahren wurde zuvor getestet. Auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace, die auf die Asbestbelastung mehrerer Wiener Straßen aufmerksam gemacht hatte, war daran beteiligt. Bei den Tests wurde festgestellt, dass die Fasern ungefähr 60 Zentimeter hoch und maximal zwei bis drei Meter weit gelangen können. Die Schutzbereiche und Planen wurden entsprechend dimensioniert.

Die Bauzäune mit den Planen werden derzeit aufgestellt. Am kommenden Dienstag soll mit der Entfernung des belasteten Asphalts begonnen werden. Laut Stadt besteht für Anrainerinnen und Anrainer bei Einhaltung der vorgesehenen Schutzmaßnahmen keine Gefahr.

Belag wird vollständig entfernt

Anders als bei einigen betroffenen Straßen in Wien-Liesing wird der belastete Asphalt in der Maxingstraße nicht lediglich mit einer zusätzlichen dünnen Asphaltschicht versiegelt. Hier soll das belastete Material vollständig entfernt werden.

Grund dafür sind sowohl das hohe Verkehrsaufkommen als auch die umfangreichen Grabungsarbeiten in diesem Bereich. Durch die massive Aufgrabung sei eine Dünnschichtversiegelung nicht sinnvoll möglich. Die Stadt setzt nach eigenen Angaben zudem auf das Vorsorgeprinzip und will belastete Bereiche entfernen, um langfristige Probleme zu vermeiden.

Weitere Straßen betroffen

Die Maxingstraße ist nicht die einzige betroffene Straße in Wien. Bereits zuvor war Asbest unter anderem in mehreren Straßen in Liesing nachgewiesen worden, wo einzelne Bereiche mit zusätzlichem Asphalt versiegelt wurden. Auch auf der Äußeren Mariahilfer Straße stehen demnächst größere Arbeiten zur Entfernung asbesthaltiger Straßenbereiche an.

Wie viele Straßen in Wien insgesamt von asbesthaltigem Asphalt betroffen sind, ist derzeit noch offen. Auch die Gesamtkosten der notwendigen Sanierungsarbeiten stehen noch nicht fest. Die Stadt spricht von einem laufenden Prozess.

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KO KOSMO-Redaktion
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