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Ausschreitungen

Europa in Aufruhr: Proteste eskalieren in mehreren Ländern (VIDEOS)

Europa in Aufruhr: Proteste eskalieren in mehreren Ländern (VIDEOS)
FOTO: EPA
2 Min. Lesezeit |

Brennende Barrikaden, Wasserwerfer, ein beschädigtes Rathaus – Europa erlebt ein Wochenende der Wut.

In mehreren europäischen Ländern haben Massenproteste gegen die gestiegenen Lebenshaltungskosten am vergangenen Wochenende zu teils schweren Ausschreitungen geführt.

Proteste in Frankreich

In Frankreich gingen laut Regierungsangaben rund 550.000 Menschen auf die Straße, um gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem zu demonstrieren. Allein in der Hauptstadt Paris versammelten sich demnach 110.000 Protestierende. Die Organisatoren bezifferten die Zahl der Teilnehmenden landesweit auf 800.000.

Im Zuge der Kundgebungen wurde das historische Rathaus von Limoges, ein 143 Jahre altes Gebäude, schwer beschädigt – dies bestätigte Präfekt Maurice Barate.

Auch in Portugal formierte sich Widerstand gegen die wirtschaftliche Lage. In der Hauptstadt Lissabon entstanden Protestcamps, und Demonstrantin Elena Costa brachte die Stimmung auf den Punkt: „Deswegen sind wir alle zusammen hier und versuchen zu erklären, dass wir ersticken.“ Im Hintergrund steht eine dramatische Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt: Die Mietpreise sind in Portugal innerhalb von zehn Jahren um 124 Prozent gestiegen. Auch in Porto fanden Protestveranstaltungen statt.

Gewalt in Mailand

Im italienischen Mailand eskalierten die Proteste in offene Gewalt. Jugendliche errichteten Barrikaden und griffen Polizeibeamte mit Feuerwerkskörpern an. Bei den Zusammenstößen wurden 20 Demonstrierende und vier Polizisten verletzt.

Bürgermeister Giuseppe Sala zeigte sich gespalten: „Die Gründe für den Protest waren verständlich. Die Gewalt gegen die Polizei und die schweren Schäden an der Stadt sind aber nicht zu rechtfertigen.“ Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni formulierte es noch klarer: „Demonstrieren ist ein Recht, aber unsere Städte in Brand zu setzen nicht.“

In Belgien griff die Polizei in Brüssel und Lüttich zu Wasserwerfern und Tränengas, um die Proteste gegen die Lebenshaltungskosten einzudämmen. Rund zehn Personen wurden festgenommen. Die belgische Regierung sieht in „organisierter Gewalt“ die treibende Kraft hinter den Unruhen.

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KO KOSMO-Redaktion
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