Abonnements dominieren den Videospielemarkt. Xbox Game Pass, PlayStation Plus, Nintendo Switch Online, Apple Arcade, Google Play Pass – die Liste an Abomodellen wächst fortwährend. Bevor Abos erwogen werden, ist folgende Frage zu beantworten: Lohnt sich das überhaupt? Oder wäre man besser beraten, Games wie in der Vergangenheit einzeln zu kaufen?
Interesse an unterschiedlichen Genres
Ob Action-Adventure, Puzzle-Plattformer, Kartenspiele, Ego-Shooter oder Beat ’em Up: Wer mit leuchtenden Augen Spielen all dieser Genres entgegenfiebert, sollte über ein Abo nachdenken. Durchs Abo erlangt man Zugriff auf hunderte Vollversionen. Heutzutage werden weniger Demos veröffentlicht als früher – da könnte das Abo eine Lösung darstellen, um sich ein Bild zu machen. Und findet man an einem Titel Gefallen, ist der Kauf optional. Andere springen, rätseln, taktieren, schießen oder kämpfen sich bis zum Abspann, solange das Abo besteht.
Auch Neueinsteiger könnten von einem Abo profitieren. Hat man Videospiele bis dato am Rande erlebt, lädt das Abo zum Testen ein. So lässt sich kostengünstig ergründen, welche Genres Begeisterung hervorrufen und was in gähnende Langeweile mündet.
Mitunter zeigen sich Gamer mit allen Neuerscheinungen im Abo unzufrieden, behaupten gar, nur eine Handvoll Spiele wären ansatzweise interessant. Wer seine Zeit bloß ganz bestimmten Titeln widmet und alles andere für unzureichend hält, wird mit einem Abo auf Dauer nicht glücklich.
Fundgrube für Indie-Titel
Indie-Titel haben ein kleines oder gar kein Budget für Marketing – anders als AAA-Spiele, die oft Millionen Euro aufwenden, um ein Release zu bewerben. Selbst aufmerksamen Beobachtern entgehen so Titel, die man gerne gespielt hätte – wenn man von ihnen wüsste. Sowohl der Xbox Game Pass als auch PlayStation Plus haben ein gutes Gespür für Indie-Projekte. Games wie das Welten umwälzende Puzzle-Abenteuer Cocoon, der Kletterspaß Jusant oder das gruselige Kartenspiel Inscryption sind oder waren im Abo spielbar. Online berichten Spieler, auf gut Glück eines der Spiele ausprobiert zu haben. Abos können die Aufmerksamkeit auf unterschätzte Indie-Titel lenken. Gemessen am Spielspaß befinden sich diese Games oft auf Augenhöhe mit teuren AAA-Produktionen.
Wie schon erwähnt: Sogar eifrige Gamer nehmen nicht alle vielversprechenden Releases wahr. Gleiches gilt für die besten Auszahlungsquoten im Online Casino. Täglich sprießen neue Spielstätten hervor, die möglicherweise genial sind – oder den Blick auf tolle Casinos verdecken. Websites, die unermüdlich neue Casinos testen und vergleichen, stehen da beratend zur Seite.
Für chronische Vielspieler
Verbringt man täglich mehrere Stunden mit Videospielen, ist das Abo fast immer sinnvoll. Oft ist die Rechnung komplizierter, wenn man bloß am Wochenende Zeit zum Spielen hat. Oder wenn andere Lebensbereiche mehr Zeit beanspruchen. Zweifelhaft ist das Abo im Übrigen bei Vielspielern, die ad nauseam Call of Duty oder EA Sports FC zocken. Für Multiplayer muss auf Xbox- und PlayStation-Konsolen aber zumindest das günstigste Abo abgeschlossen werden. Andernfalls werden Online-Funktionen gesperrt. Game Pass Ultimate oder PlayStation Plus Premium sind für diese Art Gamer jedoch überflüssig.
Gelegentlich werden die Preispolitik oder Preissteigerungen von Spielern kritisiert, die Abos gar nicht oder nur zwei Stunden pro Woche benutzen. Abos sollten nur eingegangen werden, wenn man Vorteile daraus zieht. Dies gilt für Spiele-Abos ebenso wie für Streaming-Dienste oder E-Book-Flatrates. Hier sollte man sich ehrlich machen und das Abo zeitweise pausieren, bis man wieder mehr Zeit erübrigen kann – der Geldbeutel wird sich erkenntlich zeigen.
Teilweise: Zum Release im Abo erhältlich
Hin und wieder erscheinen im Gaming-Abo Releases zum Verkaufsstart. Indiana Jones und der Große Kreis, Clair Obscur: Expedition 33, Sword of the Sea und Blue Prince ließen sich am Erscheinungsdatum sofort herunterladen. Für den Xbox Game Pass Ultimate ist derzeit geplant, dem Portfolio jedes Jahr 75 Neuerscheinungen hinzuzufügen. Bei Verkaufspreisen, die bis 80 € reichen, fungiert das Abo mitunter als riesiger Rabatt.
Je nach Geschäftsmodell sind manche Titel exklusiv aufs Abo beschränkt. So müssen Sonic-Fans beispielsweise ein Abo für Apple Arcade buchen, um Sonic Dream Team zu spielen. Zu erwähnen ist, dass der Einzelkauf bei anderen Abos für gewöhnlich möglich ist. Apple nimmt also eine gewisse Sonderstellung ein. Häufiger ist zu erleben, dass Titel auf Services beschränkt sind. Dies hat man etwa bei Gylt gesehen – einem Horror-Adventure, das ausschließlich über Google Stadia abrufbar war, bis der Dienst Anfang 2023 eingestellt wurde.
Günstiger gegenüber dem Einzelkauf
Moderne Videospiele rufen Preise zwischen 20 € und 80 € aus, je nachdem, ob es sich um Indie-Spiele oder AAA-Games handelt. Dem gegenüber stehen Abos, für die monatlich zwischen 6,99 € und 26,99 € zu berappen sind. Bei einem jährlichen Abonnement fallen die monatlichen Kosten in der Regel niedriger aus. Hin und wieder werden Abos rabattiert dargeboten, zum Beispiel PS Plus am Black Friday.
Gibt man sich mit der kuratierten Auswahl zufrieden, lassen sich die Kosten für Gaming mit einer Abo-Mitgliedschaft deutlich mindern. Allerdings sollte man sich vom Spielangebot nicht zu sehr einengen lassen. Manche Gamer legen gekaufte Spiele beiseite, um das Abo richtig auszureizen. Oder kaufen keine neuen Games mehr, weil der Titel irgendwann im Abo verfügbar sein könnte. Begeistert man sich für einen neuen Release, sollte man den Kauf nicht ablehnen, nur weil im Hintergrund ein Abo aktiv ist. Wenngleich das Jahresabo preislich günstiger ist, ist das unregelmäßige Abo eine Alternative, um sich von derlei Druck zu befreien.
Fazit: Lohnenswert oder nicht – eine individuelle Frage
Über Abos sind hunderte Titel zu entdecken – der Google Play Pass ist mit über 1.000 Games und Apps Spitzenreiter. Damit sich das Abo wirklich lohnt, benötigen selbst leidenschaftliche Gamer vor allem eines: Zeit. Zudem ist ein Interesse an den gebotenen Spielen hilfreich. Sind diese Bedingungen erfüllt, erweist sich die Flatrate als Paradies für Indie-Titel und ältere AAA-Spiele.