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ÖAMTC warnt

Kindersitz-Test: Diese Modelle fallen mit „nicht genügend“ durch

Kindersitz-Test: Diese Modelle fallen mit „nicht genügend“ durch
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Zwei Kindersitze versagen beim Frontalcrash – die Hersteller haben bereits reagiert. Eltern sollten jetzt genau prüfen, welches Modell sie verwenden.

Beim aktuellen Herbst-Kindersitztest des ÖAMTC sind zwei von 15 untersuchten Modellen mit „nicht genügend“ durchgefallen. Betroffen sind der Britax Römer Baby-Safe Pro in Kombination mit der Vario Base 5Z sowie der Axkid Minikid Core. Beide zeigten beim Frontalaufprall erhebliche Sicherheitsmängel.

Von den 15 getesteten Modellen erhielten sieben die Bewertung „gut“, vier „befriedigend“, zwei „genügend“ und zwei „nicht genügend“. Beim Frontalcrash werden die Sitze auf einer Rückbank montiert, auf einem Schlitten auf 50 km/h beschleunigt und anschließend abrupt abgebremst. Laut ÖAMTC orientiert sich die Belastung dabei an aktuellen Euro-NCAP-Crashtests und liegt deutlich über den Anforderungen der gesetzlichen Zulassungsprüfung.

Gravierende Mängel

Beim Britax Römer Baby-Safe Pro + Vario Base 5Z öffnete sich beim Frontalaufprall in Liegeposition das Gurtschloss des Hosenträgergurtes. Der Testdummy wurde dadurch aus der Babyschale geschleudert. Beim Axkid Minikid Core entriegelte sich der Stützfuß und fuhr vollständig ein. Zusätzlich brach das Gurtschloss aus der Sitzschale, wodurch das Becken des Dummys nach oben geschleudert wurde.

ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl bezeichnet das von beiden Modellen ausgehende Sicherheitsrisiko als erheblich. Die Hersteller haben inzwischen reagiert: Axkid stellte den Verkauf des Minikid Core ein und bietet Kunden einen Austausch gegen den Minikid 4 Pro an. Britax Römer startete einen Rückruf für betroffene Baby-Safe-Pro-Babyschalen, die zwischen dem 26. Dezember 2025 und dem 30. September 2026 produziert wurden.

Kauftipps für Eltern

Der ÖAMTC rät Eltern, sich vor dem Kauf eines Kindersitzes über unabhängige Testergebnisse zu informieren und den gewünschten Sitz möglichst gemeinsam mit dem Kind im eigenen Fahrzeug auszuprobieren. Denn nicht jeder Sitz passt gleich gut zu jedem Auto und jedem Kind. Auch der korrekte Einbau ist entscheidend für die Schutzwirkung.

Zusätzlich nahm der ÖAMTC erstmals drei Kindersitze unter die Lupe, die über außereuropäische Handelsplattformen gekauft worden waren. Zwei dieser drei Modelle verfügten über keine europäisch vorgeschriebene UN-Reg.-129-Zulassung und dürfen daher grundsätzlich nicht zur Sicherung von Kindern im Auto verwendet werden. Keines der drei Produkte bestand die Anforderungen des Verbraucherschutztests; bei allen Crashversuchen bestand laut ÖAMTC ein hohes Verletzungsrisiko für das Kind.

Nach dem Kauf sollten Eltern außerdem die Bedienungsanleitungen von Kindersitz und Fahrzeug genau beachten. Bei bereits gekauften Modellen, die von einem Rückruf betroffen sein könnten, empfiehlt sich eine Überprüfung anhand der Herstellerangaben beziehungsweise eine Kontaktaufnahme mit Händler oder Hersteller.

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KO KOSMO-Redaktion
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