Die Hitze hat Österreichs Felder hart getroffen – und die Folgen könnten bald auch im Supermarkt spürbar werden.
Die Landwirtschaftskammer und der Österreichische Branchenverband für Obst und Gemüse (ÖBOG) haben gegenüber der APA Alarm geschlagen: Österreichs Gemüsebauern müssen in diesem Jahr mit Ernteverlusten von bis zu 40 Prozent rechnen, Obstbauern mit einem Rückgang von rund 30 Prozent.
Massive Ernteausfälle
Besonders hart trifft es die Apfelproduktion – sowohl in der Steiermark als auch im gesamten Bundesgebiet wird ein Minus von etwa 35 Prozent erwartet. Noch gravierender ist die Lage bei Chinakohl und Kraut, wo die Verluste auf bis zu 50 Prozent geschätzt werden.
Bei Gurken und Paprika konnten die Ausfälle im Herbst zumindest teilweise aufgeholt werden. Anders bei Paradeisern: Sobald die Temperaturen die 30-Grad-Marke überstiegen, stellten die Pflanzen ihr Wachstum ein – mit entsprechenden Folgen für die Ernte.
Folgen für Preise
Die lang anhaltende Hitzephase dürfte sich nicht nur auf die Erntemengen auswirken, sondern auch auf die Lebensmittelpreise in Österreich durchschlagen.
Landwirte sind angehalten, alle verfügbaren Mittel zur Schadensminimierung auszuschöpfen – unter anderem durch den Einsatz moderner Technologien zur Risikoreduzierung.