Start NEWS POLITIK St. Wolfgang: Corona-Cluster laut Anschober eine „besondere Herausforderung”
SALZKAMMERGUT

St. Wolfgang: Corona-Cluster laut Anschober eine „besondere Herausforderung”

(FOTO: Google Maps-Screenshot/ Franco Mazzoleni, BKA/Andy Wenzel)

Der Cluster im Salzkammergut zählt mit heute Morgen bereits mehr als 50 Infektionen. Gesundheitsminister Anschober sprach gestern von einer „besonderen Herausforderung“.

„Es war klar, dass nach zehn Öffnungsschritten, den Grenzöffnungen und dem Start der Tourismussaison das Risiko steigen wird und verstärkt regionale Clusterbildungen eintreten werden“, so Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in einer Aussendung am Sonntag. Er fügte hinzu, dass es in dieser 3. Phase an den regionalen Gesundheitsbehörden liege, die Clusterbildung rasch einzugrenzen.

Oberösterreich beschloss nun, alle Gäste der betroffenen Betriebe in St. Wolfgang rückwirkend bis 15. Juli zu kontaktieren. Außerdem wird allen Urlaubern geraten, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten und bei Bedarf die Gesundheitshotline 1450 anzurufen.

„Phase der Weichenstellung“
Laut Anschober seien die kommenden Wochen eine „Phase der Weichenstellung“ in der Coronakrise. Nach der Verschärfung der Einreisebestimmungen und der Rückkehr der Maskenpflicht habe man auf das höhere Risiko reagiert. Nun sei es das größte Ziel, eine stabile Situation zu erhalten und jede Erhöhung der Infektionszahlen zu vermeiden.

Immer mehr Jüngere krank
Sowohl in Österreich als auch im Rest der Welt sei zu beobachten, dass immer mehr jüngere Menschen betroffen seien. Auch zunehmend Menschen in schwierigen sozialen Lebenssituationen würden sich mit dem Coronavirus infizierte.

Das erste Mal in einigen Wochen verzeichneten alle neun österreichischen Bundesländer Neuinfektionen. Laut Aussendung vom Sonntag steckten sich 134 Personen mit dem Coronavirus an. 85 wurde als Neugenesen registriert. Anschober betonte, dass trotz der steigenden Ansteckungszahlen die Anzahl jener, die einer Spitalsbehandlung bedürfen stabil bleibe. Der aktuelle Reproduktionsfaktor liege bei 1,13.