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Gesundheitsplattform

Wien bringt Bewegung rein: So geht’s schneller zur Hüft- und Knie-OP

Wien bringt Bewegung rein: So geht’s schneller zur Hüft- und Knie-OP
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Wer in Wien ein neues Hüft- oder Kniegelenk braucht, soll künftig einfacher und schneller zur passenden Behandlung kommen.

In Wien gibt es seit Mai 2026 einen zentralen Zugang für Patientinnen und Patienten, die einen Hüft- oder Kniegelenksersatz benötigen. Der Wiener Gesundheitsverbund und die Vinzenz Kliniken Wien bündeln dafür die verfügbaren Kapazitäten mehrerer Kliniken über die Plattform op-termin.wien. Ziel ist es, den Weg zur Operation einfacher zu machen und Wartezeiten zu verkürzen.

In Österreich werden jährlich rund 40.000 künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt. Wienerinnen und Wiener, die bereits eine fachärztliche Überweisung haben, können sich online über op-termin.wien oder telefonisch über die Gesundheitsberatung 1450 anmelden. Dabei können sie angeben, ob ihnen ein möglichst früher Termin oder eine bestimmte Wunschklinik wichtiger ist.

Mehr als 245 OP-Termine

Seit dem Start wurde das Angebot bereits rege genutzt: Mehr als 245 OP-Termine und über 460 Erstgespräche wurden bislang vereinbart, die ersten 25 Operationen haben bereits stattgefunden. In der Regel soll ein Erstgespräch innerhalb von 21 Tagen möglich sein. Wer bei der Wahl der Klinik flexibel ist, kann laut Wiener Gesundheitsverbund teilweise noch schneller einen Termin erhalten.

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker betont, dass bei einer Hüft- oder Knieoperation nicht davon abhängen dürfe, wie gut sich jemand im Gesundheitssystem auskennt. Der Zugang solle leicht, transparent und fair sein. Mit der zentralen Plattform sollen vorhandene Kapazitäten besser genutzt und Patientinnen und Patienten schneller zur passenden Behandlung geführt werden.

So funktioniert die Anmeldung

Die Terminvereinbarung erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst geben Patientinnen und Patienten ihre Daten ein, laden vorhandene Befunde hoch und nennen ihren Wunschzeitraum beziehungsweise ihre Wunschklinik. Anschließend erhalten sie mehrere Vorschläge für einen Ambulanztermin. Erst nach diesem Erstgespräch wird gemeinsam mit der jeweiligen Klinik entschieden, ob eine Operation notwendig ist und wann der konkrete OP-Termin stattfinden soll.

Derzeit beteiligen sich fünf Wiener Klinikstandorte an dem gemeinsamen System: die Klinik Donaustadt, die Klinik Floridsdorf und der Standort Penzing der Klinik Ottakring sowie das Herz-Jesu Krankenhaus und das Orthopädische Spital Speising. Damit werden erstmals Kapazitäten unterschiedlicher Spitalsträger über eine gemeinsame Plattform koordiniert.

Knapp 3.000 Erstgespräche pro Jahr

Pro Jahr können über die Plattform knapp 3.000 Erstgespräche vergeben werden. Patientinnen und Patienten können dabei selbst entscheiden, ob sie möglichst schnell behandelt werden möchten oder lieber auf einen Termin in ihrer bevorzugten Klinik warten.

Die zentrale Steuerung begleitet die Betroffenen bis zum Erstgespräch in der Ambulanz. Die weitere medizinische Betreuung und die konkrete Planung der Operation erfolgen anschließend direkt in der jeweiligen Klinik.

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KO KOSMO-Redaktion
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