Start NEWS PANORAMA 10.000 Kinder vor Ustaša gerettet: Budisavljević bekommt Gedenktafel in Innsbruck
HELDIN

10.000 Kinder vor Ustaša gerettet: Budisavljević bekommt Gedenktafel in Innsbruck

Budisavljević_Gedenktafel
Foto: Obexer-Haus by Wikipedia-CC (Braveheart), zVg

Diana Obexer-Budisavljević hat zur Zeit des Zweiten Weltkriegs aus den Lagern des faschistischen Ustaša-Regimes mehr als 10.000 Kinder gerettet.

Nun würdigt das auch ihre Heimatstadt Innsbruck: Das Wohnhaus in der Maria-Theresien-Straße, das sogenannte Obexer-Haus, wird in Zukunft eine Gedenktafel haben, die an die mutigen Taten der Tirolerin erinnern soll. Bereits im Februar wurde eigentlich ein Text formuliert, der aber nicht die Zustimmung vom Serbisch-Orthodoxen-Jugendverein und den FreiheitskämpferInnen hatte. Diese hatten ja eigentlich die Ehrung initiert.

Historische Terminologie
Kritisiert wurde in der ersten Formulierung, dass bei dem Text für die Gedenktafel die Rede vom “ehemaligen Jugoslawien” und “Kindern” allgemein die Rede war. Nun wurde der Text insofern verändert, dass man die präzisere Bezeichnung – “im damaligen ‘Unabhängigen Staat Kroatien'” genommen hat. Die Formulierung “Kinder” wurde aber daweil gelassen und soll – laut Innsbrucks Kulturstadträtin Uschi Schwarzl – vor allem zeigen, dass damit “alle Opfer gemeint sind”. Dies kommt aber bei den VerteterInnen serbischer Organisationen nicht gut an.

SELBSTLOS UND HELDENHAFT: Diana Budisavljević trotzte dem faschistischen Regime im Unabhängigen Staat Kroatien.

Gepostet von KOSMO am Donnerstag, 28. November 2019

Außenminister schaltet sich ein
Sogar der serbische Außenminister Ivica Dačić äußerte sich mittlerweile zur Causa. Er forderte, dass man “serbische Kinder” klar als Opfer benennen muss. Über den Sommer soll nun Ruhe herrschen und noch keine endgültige Entscheidun fallen, die letztendlich Bürgermeister Georg Willi fällen wird. „Hier passiert eine Auseinandersetzung, beide Seiten versuchen, ihre Standpunkte wissenschaftlich zu untermauern“, so der Historiker Horst Schreiber, Experte für Erinnerugnskultur, gegenüber der Tiroler Tageszeitung.

“Natürlich können wir mit den wenigen Zeilen dieser großartigen Frau nicht gerecht werden“, so Kulturstadträtin Uschi Schwarzl.

Vorheriger ArtikelWeitere Corona-Infektionen in serbisch-orthodoxer Kirche
Nächster Artikel350 Ärzte attackieren serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić
Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns auf Ihr Mail an redaktion[at]kosmo.at!