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Schiffbau

12-Millionen-Deal: Türkische Firma kauft Werft in Kroatien

12-Millionen-Deal: Türkische Firma kauft Werft in Kroatien
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Ein türkischer Schiffbaukonzern steigt beim traditionsreichen kroatischen Werftunternehmen Uljanik Brodogradnja 1856 ein. Der Einstieg soll dem Schiffbau in Pula neue Perspektiven eröffnen. Am 14. Oktober wurde der Kaufvertrag für die Mehrheitsbeteiligung unterzeichnet.

Kuzey Star Shipyard zahlt 12.053.500 Euro für 97,13 Prozent der Unternehmensanteile. Damit übernimmt das türkische Unternehmen vier Geschäftsanteile, die gemeinsam den Großteil des Stammkapitals der Werft ausmachen. Der vereinbarte Kaufpreis liegt über dem ursprünglichen Mindestpreis von rund 11,09 Millionen Euro.

Kaufvertrag unterzeichnet

Unterzeichnet wurde der Vertrag im kroatischen Wirtschaftsministerium. Auf Käuferseite unterschrieb Tuncay Imral, Vorstandsvorsitzender von Kuzey Star Shipyard. Für das kroatische Zentrum für Restrukturierung und Verkauf (CERP) setzte dessen Direktor Milan Plećaš seine Unterschrift unter die Vereinbarung. Wirtschaftsminister Ante Šušnjar nahm ebenfalls an dem Termin teil.

Im Verkaufsverfahren gab es auch ein Angebot der luxemburgischen Mira Finance Holding. Dieses wurde jedoch nicht berücksichtigt, weil die vorgeschriebene Bietergarantie nicht auf dem Konto des CERP eingegangen war. Kuzey Star erhielt damit den Zuschlag.

Mit der Vertragsunterzeichnung ist der Verkaufsprozess einen entscheidenden Schritt weiter. Die Übertragung der Anteile erfolgt laut Wirtschaftsministerium allerdings erst nach Erfüllung der vertraglich vereinbarten und gesetzlich vorgeschriebenen Voraussetzungen.

Schiffbau muss erhalten bleiben

Eine zentrale Bedingung des Verkaufs ist, dass die Werft ihre bisherige Tätigkeit fortsetzt. Der türkische Investor hat sich verpflichtet, den Bau und die Reparatur von Schiffen sowie damit verbundene Tätigkeiten auf dem gesamten von der Konzession erfassten Meeresgebiet aufrechtzuerhalten.

Zum Betrieb gehören die bestehende Schiffbauinfrastruktur und die Nutzungsrechte im Rahmen der Konzession. Das bedeutet jedoch nicht, dass Kuzey Star automatisch Eigentümer des gesamten Land- und Meeresgebiets in der Bucht von Pula wird.

Hoffnung auf neue Impulse für die Region

Wirtschaftsminister Ante Šušnjar sieht in der Vereinbarung einen wichtigen Schritt zur Wiederbelebung des kroatischen Schiffbaus. Die weitere Entwicklung der Werft werde nun vor allem von den unternehmerischen Entscheidungen, den Investitionen und den künftigen Aufträgen des neuen Investors abhängen.

Auch Uljanik-Direktor Samir Hadžić begrüßte den Einstieg eines Partners aus der Schiffbaubranche. Kuzey Star verfügt über Erfahrung im Bau, in der Instandhaltung und in der Modernisierung von Schiffen. Der Investor kündigte an, die Werft weiterzuentwickeln und insbesondere auch Projekte mit hybriden und umweltfreundlicheren Schiffen voranzutreiben.

Die kroatische Regierung hatte Uljanik seit 2020 mit staatlichen Garantien und Darlehen unterstützt, um den Betrieb zu stabilisieren und die Schiffbautätigkeit in Pula zu erhalten. Der neue Investor soll nun die Grundlage für die weitere Entwicklung schaffen. Auch kroatische Zulieferer und Unternehmen, die am Bau und an der Reparatur von Schiffen beteiligt sind, könnten davon profitieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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