Ab Juli 2026 erhalten Bundesbedienstete in Österreich mehr Geld: Die Gehälter im öffentlichen Dienst steigen um 3,3 Prozent. Betroffen sind unter anderem Beschäftigte in der Verwaltung, an Schulen und bei der Polizei. Der Nationalrat hatte den dreijährigen Gehaltsabschluss bereits im Dezember 2025 beschlossen.
Ursprünglich war die Anhebung zum Jahresbeginn vorgesehen, doch die angespannte Haushaltssituation machte eine Verschiebung auf die Jahresmitte notwendig. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 bleibt das Gehalt damit unverändert – das Plus von 3,3 Prozent greift erst ab Juli. Rund 227.800 Personen sind direkt von den Gehaltsverhandlungen im Bundesdienst betroffen, darunter Bundesbedienstete und Landeslehrerinnen und Landeslehrer.
Konkrete Auswirkungen
Für die Betroffenen schlägt sich die Erhöhung konkret im Gehaltszettel nieder. Ein Bruttogehalt von 2.500 Euro wächst auf rund 2.582,50 Euro, wer bisher 3.000 Euro brutto bezogen hat, bekommt künftig rund 99 Euro mehr im Monat.
Das Paket ist auf mehrere Jahre angelegt und läuft bis Ende 2028. Für 2027 und 2028 sind weitere Gehaltsanpassungen geplant, die als sozial gestaffelte Fixbeträge ausgestaltet werden sollen, um Beschäftigte mit niedrigeren Einkommen gezielt stärker zu entlasten. Im August 2027 sowie im September 2028 sind jeweils durchschnittliche Erhöhungen von einem Prozent vorgesehen.
Nur öffentlicher Dienst
Die Regelung gilt ausschließlich für den öffentlichen Dienst und ist nicht auf die gesamte Arbeitnehmerschaft in Österreich übertragbar.
In der Privatwirtschaft richten sich Gehaltsanpassungen weiterhin nach den jeweiligen Kollektivverträgen und branchenspezifischen Abschlüssen. Durch die Verschiebung der Gehaltserhöhung auf die Jahresmitte werden laut Bundesregierung im Jahr 2026 Einsparungen von über 310 Millionen Euro im Bundeshaushalt erzielt.