Eine kürzlich durchgeführte Umfrage beleuchtet das Sparverhalten der Österreicher und zeigt alarmierende Ergebnisse: Im Durchschnitt sparen die Bürger monatlich beinahe 400 Euro.

Dennoch verfügt rund jeder zehnte Befragte über keinerlei finanzielle Reserven, und 30 Prozent haben weniger als 2.000 Euro als Notfallrücklage. Diese Beträge liegen deutlich unter der empfohlenen Faustregel von drei Monatsgehältern, erläutert Andreas Eder, Experte für Bankprodukte bei „durchblicker“. Erfreulicherweise gaben 28 Prozent der Befragten an, über mehr als 8.000 Euro an kurzfristig verfügbaren Mitteln zu verfügen.
Trotz zunehmender Online-Banking-Möglichkeiten nutzen 78 Prozent der Befragten hauptsächlich ihr Girokonto zum Sparen, besonders für kurzfristige Gelder. „Durchblicker“ hat hochgerechnet, dass auf diesen Konten etwa 10,8 Milliarden Euro lagern. Angesichts eines möglichen Zinssatzes von 2,8 Prozent könnte dieses Vermögen auf täglich fälligen Sparkonten jährlich über 300 Millionen Euro an Zinsen generieren. Ohne diese Zinsen profitieren Banken, während Sparer durch die Inflation Verluste erleiden.
Finanzielle Schwierigkeiten
Viele Österreicher sparen, um sich ein finanzielles Polster für unerwartete Ausgaben zu schaffen. Etwa ein Drittel legt Geld für Urlaubsreisen oder die Altersvorsorge zurück. Bemerkenswert ist, dass rund ein Viertel der Befragten wiederholt auf Kredite zur Überbrückung finanzieller Engpässe zurückgreifen musste. Nur etwa die Hälfte gibt an, solche Engpässe nie erlebt zu haben.
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Abschließend rät Andreas Eder, Ersparnisse nicht auf Girokonten zu belassen. „In Zeiten von Online-Banking lässt sich ein Guthaben per Knopfdruck auf ein Tagesgeldkonto verschieben und ist im Bedarfsfall schnell verfügbar“, erklärt er. Diese Empfehlung zielt darauf ab, das Optimum aus den zur Verfügung stehenden Ressourcen zu ziehen und den Inflationsverlusten bestmöglich entgegenzuwirken.