Die Stadt Wien übergibt ein Müllfahrzeug an die bosnische Stadt Bihać, um ihre Infrastruktur zu unterstützen. Der Akt erfolgt im Rahmen einer engen Zusammenarbeit mit der SOS Balkanroute und unterstreicht die Solidarität mit Gemeinden an den EU-Außengrenzen.
Am Donnerstag übergab die Stadt Wien ein dringend benötigtes Müllfahrzeug an die bosnische Grenzstadt Bihać. Die Übergabe fand im Technikzentrum der MA 48 statt und war ein weiteres Zeichen für die gelebte Solidarität mit Gemeinden an den EU-Außengrenzen. Das Fahrzeug wird von Bürgermeister Elvedin Sedić entgegengenommen, im Beisein von Stadtrat Jürgen Czernohorszky und Petar Rosandić, Obmann der SOS Balkanroute.
Abfallwirtschaft in Bihać
Das Fahrzeug ist ein MAN-Dreiachser mit einem 18m³ Trommelaufbau (Baujahr 2013). Es wird künftig von Komrad, dem städtischen Entsorgungsbetrieb in Bihać, genutzt, der neue Projekte im Bereich Abfallwirtschaft umsetzt. Das Müllauto soll die lokale Infrastruktur stärken und die städtischen Entsorgungsdienste unterstützen.
Brennpunkt auf der Balkanroute
„Unsere 48er sammeln regelmäßig Hilfsgüter, um der SOS Balkanroute beim Helfen zu helfen. Mit dem Müllauto unterstützen wir die Gemeinde Bihać ganz konkret bei ihrer wichtigen Arbeit.“, sagte Czernohorszky bei der Übergabe. Bihać ist seit Jahren ein Brennpunkt auf der Balkanroute, wo Tausende Geflüchtete unter schwierigen Bedingungen gestrandet sind. „Solidarität endet nicht an der Außengrenze“, betonte Rosandić, der auf die Verantwortung der EU-Außengrenzen hinwies.
Übergabe
Die Übergabe fand auf Einladung von SOS Balkanroute statt. In Anwesenheit von Hurem Avdić, dem stellvertretenden Präsidenten des Consilium Bosniacum, zeigte sich auch die enge Zusammenarbeit mit der Bosnischen Gemeinschaft in Österreich.
Bürgermeister Sedić erinnerte an die Solidarität Wiens, die schon 2020 beim Brand des Lipa-Camps unter Beweis gestellt wurde. „Wien hat uns damals mit drei Tonnen Hilfsgütern geholfen. Auch dieses Fahrzeug wird uns enorm unterstützen“, sagte er.
Treffen mit Babler
Nach der Übergabe fand ein Treffen mit Vizekanzler Andreas Babler statt. Babler pflegt seit seinem Besuch in Bosnien 2022 einen engen Austausch mit der Stadt Bihać.
Dieser Schritt bekräftigt einmal mehr die Rolle Wiens als verlässlichen Partner an der EU-Außengrenze. Die Stadt unterstützt nicht nur mit Hilfsgütern, sondern auch mit konkreten Beiträgen zur Infrastruktur, um den Herausforderungen vor Ort zu begegnen.