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Gesundheit

ABCD-Regel: So erkennt ihr Hautkrebs rechtzeitig

ABCD-Regel: So erkennt ihr Hautkrebs rechtzeitig
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4 Min. Lesezeit |

Die Zahlen alarmieren Mediziner: Hautkrebs-Behandlungen in Kliniken stiegen um 87,5 Prozent seit 2003. Besonders der helle Hautkrebs verzeichnet einen dramatischen Zuwachs.

Die Hautkrebsdiagnosen nehmen drastisch zu – bereits jeder dritte Krebsfall betrifft die Haut. In Österreich verzeichneten Kliniken einen alarmierenden Anstieg der stationären Behandlungen. Wie aus den jüngsten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes vom 13. Mai hervorgeht, wurden im vergangenen Jahr 116.900 Patienten wegen Hautkrebs in Krankenhäusern versorgt. Dies entspricht einer Zunahme von 87,5 Prozent gegenüber 2003.

Besonders auffällig ist der Anstieg beim hellen Hautkrebs, dessen Fallzahlen sich mehr als verdoppelten – von 41.900 auf 91.000 Fälle, was einem Zuwachs von 117 Prozent gleichkommt. Der schwarze Hautkrebs verzeichnete einen weniger dramatischen, aber dennoch besorgniserregenden Anstieg von 26,9 Prozent mit rund 26.000 stationären Behandlungen im Jahr 2023.

Hautkrebs-Arten

Die verschiedenen Erscheinungsformen von Hautkrebs erläutert Dermatologin Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news. Sie unterscheidet grundsätzlich zwischen weißem und schwarzem Hautkrebs: „Zum weißen Hautkrebs zählen das Basaliom (Basalzellkarzinom) und das Spinaliom (Plattenepithelkarzinom, Stachelzellkrebs). Der weiße oder helle Hautkrebs ist die häufigste Form von Hautkrebs. Der schwarze Hautkrebs wird als Melanom bezeichnet.“

Die Fachärztin betont die besondere Gefährlichkeit des schwarzen Hautkrebses: „Bei etwa jedem Fünften der Betroffenen bilden sich Tochtergeschwülste (Metastasen). Schwarzer Hautkrebs ist aber glücklicherweise deutlich seltener als weißer.“

Das Spinaliom steht an zweiter Stelle der Häufigkeitsskala bei Hautkrebs. „Es entsteht vor allem auf stark lichtgeschädigter Haut. Meistens entstehen Spinaliome aus Krebsvorstufen, den sogenannten aktinischen Keratosen. Diese kann man als raue Stellen sehr gut tasten. Oft findet man sie auf den Handrücken, im Gesicht oder bei Männern auf der ‚Glatze‘ und den Ohren“, erklärt die Hautärztin.

Eine regelmäßige Entfernung dieser Vorstufen kann der Entwicklung eines Spinalioms vorbeugen. Allerdings sei eine kontinuierliche dermatologische Überwachung unerlässlich, da ständig neue aktinische Keratosen entstehen können. Auch diese Hautkrebsform birgt Risiken: „Das Spinaliom metastasiert seltener, aber bei jedem 20. ist das dennoch der Fall, wenn die Krebsvorstufen nicht rechtzeitig erkannt werden.“

Das Basaliom, die am häufigsten auftretende Hautkrebsart, bildet in der Regel keine Metastasen, kann sich jedoch lokal ausbreiten, weshalb eine frühzeitige Entfernung empfohlen wird. Neben regelmäßigen Selbstuntersuchungen sollten auch Vorsorgetermine beim Dermatologen wahrgenommen werden.

Warnzeichen erkennen

Welche Anzeichen deuten auf eine möglicherweise gefährliche Hautveränderung hin? Wann ist ärztlicher Rat einzuholen? Veränderungen an bestehenden Leberflecken oder neu auftretende Pigmentmale sollten beobachtet und von einem Hautarzt kontrolliert werden. Besondere Aufmerksamkeit verdienen Leberflecken, die mindestens eines der folgenden Merkmale aufweisen:

A wie Asymmetrie: Ein neu entstandener dunkler Hautfleck zeigt eine unregelmäßige Form statt einer gleichmäßig runden, ovalen oder länglichen Gestalt. Auch Formveränderungen bei bereits vorhandenen Pigmentmalen fallen in diese Kategorie.

B wie Begrenzung: Die Ränder eines dunklen Hautflecks erscheinen verwaschen, gezackt, uneben oder rau. Ein Pigmentmal mit unscharfen Konturen oder ausgefransten Ausläufern in gesunde Hautbereiche gibt Anlass zur Vorsicht.

C wie Colour: Farbliche Unregelmäßigkeiten innerhalb eines Males, wie hellere und dunklere Bereiche, sind zu beachten. Ein Fleck mit uneinheitlicher Färbung, der rosa, graue oder schwarze Einschlüsse aufweist, kann auf ein malignes Melanom hindeuten und sollte grundsätzlich ärztlich untersucht werden. Gleiches gilt für krustige Auflagen.

D wie Durchmesser: Pigmentmale mit einem Durchmesser von mehr als fünf Millimetern an der breitesten Stelle oder mit halbkugelförmiger Erhebung bedürfen einer fachärztlichen Kontrolle. Weitere Warnsignale sind Größenzunahme und Formveränderung bestehender Leberflecken sowie Juckreiz und Blutungen aus einem Mal.

Bei verunsichernden Auffälligkeiten sollte umgehend ein Dermatologe konsultiert werden.

Die Devise lautet: Lieber einmal unnötig zum Arzt gehen als zu spät!

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KO KOSMO-Redaktion
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