Ein Belgrader VW-Fahrer hat eine ungewöhnliche Lösung gefunden, um sein Auto während des Kroatien-Urlaubs vor möglichen Beschädigungen zu schützen. Hintergrund sind Berichte über Vorfälle, bei denen Fahrzeuge mit serbischen Kennzeichen offenbar gezielt beschädigt wurden.
Immer wieder erzählen serbische Urlauber von unangenehmen Erlebnissen an der kroatischen Adriaküste: aufgeschlitzte Reifen, eingeschlagene Scheiben, abgebrochene Seitenspiegel oder zerkratzte Karosserien. Diese Erfahrungen haben bei vielen Reisenden aus Serbien für Verunsicherung gesorgt.
Kreative Schutzmaßnahmen
Die wiederkehrenden Vorfälle haben dazu geführt, dass manche serbische Touristen inzwischen zu kreativen Vorsichtsmaßnahmen greifen, um ihre Fahrzeuge während des Aufenthalts im Nachbarland zu schützen. Der besagte Autofahrer aus Belgrad entschied sich für eine besondere „Ausstattung“ seines Wagens, um potenziellen Problemen vorzubeugen.
Konkret brachte der VW-Fahrer einen handgeschriebenen Zettel in kroatischer Sprache an seinem Auto an. Darauf bat er um Verständnis und betonte, dass er als Tourist das Land besuche. Diese simple, aber wirkungsvolle Maßnahme soll potenzielle Vandalen davon abhalten, das Fahrzeug aufgrund des serbischen Kennzeichens zu beschädigen. In Online-Foren berichten andere serbische Urlauber von ähnlichen Strategien – das Anbringen von Zetteln mit entschuldigenden oder erklärenden Botschaften gilt mittlerweile als gängige Praxis für Reisende aus Serbien.
Statistisch betrachtet scheinen Fälle von Sachbeschädigung an serbischen Fahrzeugen allerdings eher die Ausnahme als die Regel zu sein. Übereinstimmenden Erfahrungsberichten zufolge machen die meisten serbischen Touristen in Kroatien positive Erfahrungen, insbesondere in größeren Städten wie Zagreb, wo sie trotz serbischer Kennzeichen freundlich empfangen werden. Dennoch sorgen die immer wieder berichteten Einzelfälle für anhaltende Verunsicherung bei Reisenden aus dem Nachbarland.