Vom praktischen Helfer zur Brandgefahr: Experten warnen vor dem Anschluss bestimmter Elektrogeräte an Verlängerungskabel – die Liste ist länger als gedacht.
Verlängerungskabel im Haushalt bergen oft unterschätzte Risiken. Fast jeder greift gelegentlich zu dieser praktischen Lösung, wenn Steckdosen nicht in Reichweite sind und Elektrogeräte dennoch betrieben werden müssen. Doch bei aller Bequemlichkeit lauern hier Gefahren, die vielen Verbrauchern nicht bewusst sind.
Fachleute haben mittlerweile eine konkrete Liste von Geräten zusammengestellt, die keinesfalls an Verlängerungskabeln betrieben werden sollten. Zu diesen zählen Heißluftfritteusen, Mikrowellen, Kühlschränke, Waschmaschinen, Toaster, Mini-Backöfen, Klimaanlagen und Heizlüfter. Auch das Anschließen weiterer Mehrfachsteckdosen stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
Hier drohen Schwelbrände, da die Sicherungsmechanismen nicht immer verlässlich funktionieren. Bei sachgemäßer Verwendung können Steckdosenleisten und Verlängerungen jedoch durchaus nützliche Helfer im Alltag sein.
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Brandgefahr beachten
Der unsachgemäße Gebrauch kann tatsächlich zu Bränden führen. Nicht alle Elektrogeräte eignen sich für den Betrieb an Verlängerungskabeln oder Mehrfachsteckdosen. Sicherheitsexperten warnen insbesondere vor dem Anschluss von Geräten, deren Leistungsaufnahme 1.500 Watt übersteigt.
Eine zu hohe Belastung kann zur Überhitzung der Kabel oder Steckdosenleisten führen und im schlimmsten Fall einen Brand verursachen. Die meisten handelsüblichen Mehrfachsteckdosen sind für eine maximale Gesamtleistung von 3.680 Watt bei 16 Ampere und 230 Volt ausgelegt.
Offizielle Sicherheitsrichtlinien
Die deutschen VDE-Normen, insbesondere DIN VDE 0620, verbieten ausdrücklich das Hintereinanderschalten von beweglichen Steckdosenleisten. Behördliche Verbraucherschutz-Broschüren warnen eindringlich vor der Verwendung von Hochleistungsgeräten an Verlängerungskabeln, da diese dickere Leitungen benötigen und bei zu geringem Leitungsquerschnitt Überhitzung und Wohnungsbrände verursachen können.
Besonders kritisch wird das sogenannte „Kaskadieren“ gesehen – also das Anschließen einer Mehrfachsteckdose an eine andere. Diese Praxis kann binnen kürzester Zeit zu gefährlichen Überlastungen führen.
Technische Details
Wer beispielsweise einen Heizlüfter mit 2.000 Watt anschließt, hat kaum noch Spielraum für weitere Geräte, ohne das Risiko einer Überlastung einzugehen. Auch technische Details wie Kabeldurchmesser und -querschnitt spielen eine entscheidende Rolle.
Standardmäßig verfügen Haushaltskabel über einen Querschnitt von 1,5 Quadratmillimetern. Für leistungsstärkere Geräte gibt es spezielle Kabel mit 2,5 Quadratmillimetern Querschnitt, die bei der üblichen Netzspannung von 230 Volt mehr Strom sicher transportieren können.
Entscheidend für die Sicherheit sind immer die Herstellerangaben zur Maximalleistung der jeweiligen Steckdosenleiste sowie ein ausreichender Leitungsquerschnitt von mindestens 1,5 Quadratmillimetern für Haushaltsverlängerungen.