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Gesichts-Horror

Frau drückt Pickel aus und landet im Krankenhaus

Frau drückt Pickel aus und landet im Krankenhaus
FOTO: tiktok/@lishmarie1
3 Min. Lesezeit |

Was als kleine Hautunreinheit begann, wurde für eine Amerikanerin zum lebensbedrohlichen Notfall. Der Pickel befand sich in einer Zone, die Mediziner nicht umsonst fürchten.

Eine Frau aus Michigan musste wegen eines scheinbar harmlosen Pickels die Notaufnahme aufsuchen und schwebte dabei in akuter Lebensgefahr. Der Grund: Die Hautunreinheit befand sich im sogenannten „Todesdreieck“ – jener kritischen Zone zwischen Nasenwurzel und Mundwinkeln. Diese Region gilt unter Medizinern als besonders riskant, da hier Blutgefäße direkt mit dem Gehirn verbunden sind. Werden Bakterien beim Ausdrücken eines Pickels in diese Venen gepresst, können sie ungehindert ins Gehirn wandern. Die möglichen Konsequenzen reichen von Meningitis (Hirnhautentzündung) über Sepsis (Blutvergiftung) und Schlaganfall bis hin zum Tod.

Der Versuch der US-Amerikanerin Lish Marie, einen Pickel unterhalb ihres Nasenlochs zu entfernen, entwickelte sich rasch zum medizinischen Notfall. In kürzester Zeit schwoll eine Seite ihres Gesichts massiv an, und sie konnte nur noch halbseitig lächeln. Die Ärzte in der Notaufnahme reagierten mit einer Kombination aus Antibiotika, Steroiden und weiteren Medikamenten.

Sinus-cavernosus-Thrombose droht

Im schlimmsten Fall kann das Ausdrücken von Pickeln im Todesdreieck zu einer Sinus-cavernosus-Thrombose führen – einer Blutgerinnselbildung in den Venen des Gehirns, die Lähmungen oder sogar den Tod verursachen kann. Diese schwerwiegende Komplikation entsteht, wenn Bakterien über die direkten Gefäßverbindungen vom Gesicht zum Gehirn wandern und dort Entzündungen auslösen. Mediziner betonen jedoch, dass derartig lebensbedrohliche Verläufe äußerst selten sind – das Risiko sollte ernst genommen, aber nicht überschätzt werden.

Erfolgreiche Behandlung

Die Behandlung zeigte Wirkung – nach einem Tag ließ die Schwellung nach, und nach drei Tagen war Lish vollständig wiederhergestellt.

Professionelle Hilfe bevorzugen

Dermatologie-Experten raten dringend davon ab, entzündete Hautunreinheiten im Bereich des Todesdreiecks eigenhändig auszudrücken. Durch unsaubere Instrumente oder Finger können Bakterien in die Blutbahn gelangen und tiefergehende Entzündungen oder bleibende Narben verursachen. Bei problematischen Pickeln in dieser sensiblen Zone wird empfohlen, professionelle Hilfe bei Hautärzten oder Kosmetikern in Anspruch zu nehmen.

Sicheres Ausdrücken

Für alle, die dennoch nicht auf das Ausdrücken verzichten möchten, gibt Hautärztin Dr. Mamina Turegano auf Instagram einen fachlichen Rat: „Wenn Sie einen Pickel unbedingt ausdrücken müssen, desinfizieren Sie Ihre Hände und die betroffene Stelle.“

Dann stechen Sie mit einer sehr feinen Nadel in den Pickel, um die Oberfläche zu öffnen. Üben Sie mit zwei Wattestäbchen leichten Druck aus, damit der Inhalt ablaufen kann.

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KO KOSMO-Redaktion
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