Hinter einer unscheinbaren Wohnungstür in Favoriten verbarg sich ein wahres Drogendepot. Was die Wiener Polizei bei ihrer Razzia entdeckte, sprengt gewöhnliche Dimensionen.
Polizei-Razzia in Favoriten
Bei Ermittlungen in einem Mehrparteienhaus in Wien-Favoriten stieß die Wiener Polizei auf ein umfangreiches Drogenlager. Die Beamten der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) entdeckten Mitte Juli während einer routinemäßigen Befragung verdächtige Utensilien, die auf Drogenkonsum hindeuteten. Die anschließende Durchsuchung förderte beträchtliche Mengen an Suchtmitteln und Bargeld zutage, was den Verdacht auf gewerbsmäßigen Handel mit illegalen Substanzen erhärtete.
Die Wohnung wurde offenbar als Lagerort für diverse Suchtmittel genutzt. Die drei anwesenden österreichischen Staatsbürger im Alter von 22, 29 und 32 Jahren wurden festgenommen und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in eine Justizanstalt eingeliefert.
Umfangreicher Fund
Das Ausmaß des Drogenfundes ist beachtlich: Die Ermittler stellten über zwei Kilogramm Kokain, mehr als 45 Kilogramm Marihuana und rund 1,2 Kilogramm Haschisch sicher. Zudem wurden über 2.000 Ecstasy-Tabletten, etwa 450 Gramm kristallines MDMA (Wirkstoff in Ecstasy), mehr als 1,7 Kilogramm Amphetamin und knapp 1,7 Kilogramm Ketamin (Narkosemittel) beschlagnahmt.
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Zum Fund zählten außerdem 94 THC-Vaporizer und 302 Packungen illegaler Potenzmittel.
Neben den Drogen konfiszierten die Beamten Bargeld in Höhe von 89.405 Euro.
📍 Ort des Geschehens
Einer der größten Funde des Jahres
Die beschlagnahmten mehr als 45 Kilogramm Marihuana zählen zu den größten Einzelfunden des Jahres in Wien. Allerdings übertraf Anfang Juli eine andere Wiener Razzia diese Dimensionen noch deutlich: Bei dieser Operation stellten die Ermittler sogar über 317 Kilogramm Cannabiskraut und mehr als zehn Kilogramm Cannabisharz sicher.
Die Behörden werteten die vielfältigen Drogenmengen sowie das hohe Bargeldaufkommen als eindeutige Hinweise auf gewerbsmäßigen Suchtgifthandel. Die Wohnung in Favoriten diente demnach als sogenannter „Suchtmittelbunker“ zur professionellen Lagerung und Distribution illegaler Substanzen.