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Gesundheitsrisiko

Abnehmspritze: Forscher entdecken neue Nebenwirkung

Abnehmspritze: Forscher entdecken neue Nebenwirkung
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2 Min. Lesezeit |

Die Abnehm-Spritze Wegovy verspricht in dreifacher Dosis mehr Gewichtsverlust – doch der Preis ist hoch. Experten warnen vor den drastisch zunehmenden Nebenwirkungen.

Wer die Dosis der Abnehm-Spritze Wegovy verdreifacht, erzielt zwar einen stärkeren Gewichtsverlust, setzt sich jedoch deutlich höheren gesundheitlichen Risiken aus. Dies belegt die aktuelle „Step Up“-Studie, deren Ergebnisse vom Science Media Center zusammengefasst wurden. Teilnehmer, die wöchentlich 7,2 Milligramm des Wirkstoffs Semaglutid erhielten, reduzierten ihr Körpergewicht durchschnittlich um 18,7 Prozent. Bei nahezu der Hälfte der Probanden lag die Gewichtsabnahme sogar über 20 Prozent.

Zusätzlich verbesserten sich kardiovaskuläre Parameter wie Blutdruck und Blutzuckerwerte sowie Entzündungsmarker. Die Standarddosierung von 2,4 Milligramm führte im Vergleich dazu zu einer Gewichtsreduktion von 15,6 Prozent, während die Placebo-Gruppe lediglich 3,9 Prozent verlor.

Wichtig zu wissen: Die getestete Dosierung von 7,2 Milligramm ist derzeit weder in der EU noch in den USA für die Gewichtsreduktion zugelassen. Die Anwendung solcher Hochdosierungen gilt als Off-Label-Use und ist mit erhöhten gesundheitlichen Risiken verbunden.

Verstärkte Nebenwirkungen

Die gesteigerte Wirksamkeit geht allerdings mit einer erheblichen Zunahme unerwünschter Begleiterscheinungen einher. Gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Verstopfung traten vermehrt auf. Besonders bemerkenswert ist das verstärkte Auftreten von Dysästhesien (gestörte Hautempfindungen) – unangenehmen Hautempfindungen, die Betroffene als „Sonnenbrand ohne Sonne“ beschreiben.

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Diese neuralen Hautbeschwerden umfassen Symptome wie Kribbeln, Prickeln, Brennen oder abnormal empfindliche Haut bei Berührung. In offiziellen Produktinformationen werden Dysästhesien bereits als seltene Nebenwirkung von Semaglutid beschrieben, die bei bis zu einem Prozent der Patienten auftreten kann.

In der Hochdosis-Gruppe litten 23 Prozent der Patienten unter diesen Missempfindungen, während bei Standarddosierung nur 6 Prozent betroffen waren. Fast 20 Prozent der Teilnehmer mussten aufgrund dieser Nebenwirkungen ihre Dosierung reduzieren.

„Aus ärztlicher Sicht steht die etwas stärkere Gewichtsabnahme in keinem Verhältnis zu den Nebenwirkungen“, warnt Prof. Dr. Stephan Martin aus Düsseldorf gegenüber der deutschen „Bild“.

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KO KOSMO-Redaktion
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