Dramatischer Vorfall an Wiener Gymnasium entpuppt sich als inszenierte Tat. Die 16-jährige Schülerin mit Stichverletzungen gestand nun, was wirklich hinter dem Polizeieinsatz steckte.
Nach anfänglichen Ermittlungen in alle Richtungen konnte die Wiener Polizei nun Fremdverschulden im Fall einer 16-jährigen Schülerin ausschließen, die vergangene Woche mit Stichverletzungen im Bauchbereich aufgefunden worden war. Der Vorfall in einer Toilettenanlage eines Gymnasiums in Wien-Brigittenau hatte zunächst einen umfangreichen Polizeieinsatz ausgelöst, da die Behörden von einem unbekannten Angreifer ausgingen.
Die Untersuchungen des Landeskriminalamts Wien, Außenstelle Zentrum/Ost, lieferten jedoch rasch Hinweise darauf, dass keine fremde Person an der Tat beteiligt war. Im Zuge der Durchsuchung des Schulgebäudes wurde das Tatmesser sichergestellt, und erste Indizien deuteten auf eine Selbstverletzung hin. Die Polizei durchsuchte das Schulgebäude mit Spezialkräften, konnte jedoch keine verdächtigen Personen feststellen.
⇢ Mysteriöse Stichverletzungen: Tat oder Selbstverletzung im Wiener Gymnasium?
Geständnis abgelegt
Noch bevor der offizielle Vernehmungstermin stattfand, erschien die Jugendliche selbständig bei der zuständigen Dienststelle des Landeskriminalamts. Dort gestand sie, sich die Verletzungen selbst zugefügt zu haben.
📍 Ort des Geschehens
Als Beweggrund gab die Schülerin an, Aufmerksamkeit erregen zu wollen, wie die Polizei am 9. September mitteilte.
Das betroffene Gymnasium bestätigte gegenüber Medien, dass der Unterricht nach dem Vorfall regulär weitergeführt wurde und für die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler zu jedem Zeitpunkt gesorgt war.