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Kassenstress

Hofer führt neues Kassensystem ein – Kunden nicht so erfreut

Hofer führt neues Kassensystem ein – Kunden nicht so erfreut
FOTO: Pressefoto/Hofer
3 Min. Lesezeit |

Doppelte Bankomat-Terminals an Hofer-Kassen sorgen für Wirbel. Die Neuerung soll den Einkauf beschleunigen, doch die Reaktionen der Kunden fallen gespalten aus.

Der Lebensmitteldiskonter Hofer sorgt mit einer technischen Innovation an seinen Kassen für Gesprächsstoff. In diversen Filialen, darunter auch in Kärnten, wurden Kassenbereiche mit doppelten Bankomat-Terminals ausgestattet. Das Konzept dahinter: Während ein Kunde seinen Zahlvorgang abschließt oder seine Waren verstaut, kann die Kassiererin bereits mit dem Scannen der Produkte des nächsten Kunden beginnen. Laut Hofer soll diese Maßnahme den Einkaufsprozess sowohl entspannter als auch zeitsparender gestalten. Die Kundschaft reagiert jedoch unterschiedlich auf diese Neuerung.

Die doppelten Terminals wurden zunächst an den Hauptkassen ausgewählter Filialen in ganz Österreich installiert. Das Unternehmen betont, dass die Maßnahme schrittweise ausgerollt und laufend evaluiert wird. Damit verfolgt Hofer einen anderen Ansatz als die Konkurrenz: Während Lidl oder Spar vermehrt auf Selbstbedienungskassen setzen, setzt Hofer bewusst auf die Kombination aus Effizienzsteigerung und klassischer Bedienkasse und verzichtet damit auf vollautomatisierte Self-Checkout-Lösungen.

In sozialen Netzwerken zeigt sich ein gespaltenes Meinungsbild. Einige Nutzer loben das System als „saugeil“ und betonen die praktischen Vorteile, während andere es als „schräg“ empfinden und sich überfordert fühlen. „Ich suche bei Hofer kein besonderes Einkaufserlebnis. Mir geht es um schnelles und effizientes Einkaufen“, kommentiert ein User. Ein anderer Kunde äußert seinen Unmut: „Selbständigkeitskassen wie bei der Konkurrenz wären sinnvoller als dieses System.“

Geteilte Reaktionen

Auch logistische Probleme werden thematisiert: „Am problematischsten ist die Situation, wenn man mit dem Einkaufswagen nicht rechtzeitig weiterkommt und anderen im Weg steht.“ Die Kärntner TikTok-Influencerin Laxobu machte auf die Veränderung aufmerksam und schilderte ihre Erfahrung: „Das war so stressig und hat null mit dem Einkaufserlebnis mehr zu tun. Sie hat schon bei der anderen gleichzeitig kassiert, das ist sowas von schräg.“

@laxobu

In den Kommentarspalten berichten weitere Kunden von ähnlichen Erlebnissen. Viele fühlen sich unter Druck gesetzt, wenn ihre Waren noch über das Kassenband laufen, während sie mit dem Einpacken beschäftigt sind. Besondere Bedenken werden hinsichtlich älterer Kundschaft geäußert. „Ich bin bereits gestresst – wie muss es erst älteren Menschen gehen?“, fragt ein besorgter Kommentator.

Hofers Begründung

Wie der Kurier berichtet, verteidigt der Diskonter seine Entscheidung mit dem Argument der Effizienzsteigerung: „So können unsere Kund:innen ihre Einkäufe in Ruhe einpacken, während der Kassiervorgang der nachfolgenden Kund:innen bereits beginnt.“ Das Unternehmen betont, dass diese Maßnahme zu kürzeren Wartezeiten für alle Beteiligten führen soll. Hofer priorisiert damit weiterhin Effizienz gegenüber Komfort.

Die Meinungen zu dieser Strategie gehen in Kärnten und ganz Österreich deutlich auseinander.

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KO KOSMO-Redaktion
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