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Stahlkrise

450 Jobs wackeln: Droht bei Voestalpine eine Kündigungswelle?

450 Jobs wackeln: Droht bei Voestalpine eine Kündigungswelle?
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2 Min. Lesezeit |

Wirtschaftliche Turbulenzen erschüttern den Stahlriesen: Am Voestalpine-Standort Mürzzuschlag drohen Personalmaßnahmen, während der Konzern mit Absatzeinbrüchen und Kostendruck kämpft.

Stahlkonzern Voestalpine steht in Mürzzuschlag vor schwerwiegenden Entscheidungen. Am steirischen Standort, an dem rund 450 Mitarbeiter tätig sind, zeichnet sich eine Verschärfung der wirtschaftlichen Situation ab. Die Unternehmensführung schließt Personalmaßnahmen nicht aus, nachdem besonders im Bereich Werkzeugstahl die Absatzmengen deutlich zurückgegangen sind.

„Wir müssen rasch agieren und sämtliche Möglichkeiten prüfen“, erklärt Konzernsprecher Peter Felsbach gegenüber dem ORF. Ein Projekt zur wirtschaftlichen Stabilisierung wurde bereits Mitte September eingeleitet. Sowohl die Belegschaftsvertretung als auch die Mitarbeiter erhielten frühzeitig Informationen über die Lage. Nach Abschluss der Analyse, spätestens zum Jahresende, sollen konkrete Schritte beschlossen und umgehend realisiert werden.

Der Standort kämpft mit mehreren Belastungsfaktoren: Die hohen Energiekosten und standortbedingten Ausgaben setzen dem Werk zu. Zusätzlich beeinträchtigen amerikanische Strafzölle auf Stahlprodukte und das insgesamt schwierige Wirtschaftsumfeld die Situation. Im Kernbereich Werkzeugstahl verzeichnet das Unternehmen anhaltend sinkende Verkaufszahlen. Bei Spezialwerkstoffen gestaltet sich die Auslastung zwar besser, bleibt jedoch schwankungsanfällig. Eine kurzfristige Verbesserung der wirtschaftlichen Gesamtlage erwartet der Konzern nicht.

Externe Beratung

Zur Bewertung der Situation hat Voestalpine externe Beratungsexpertise hinzugezogen. „Solange diese Evaluierungsphase läuft, kommentieren wir keine Gerüchte und schließen kein Szenario kategorisch aus“, betont Felsbach. Die Anpassung von Produktionskapazitäten sei derzeit nicht auszuschließen – ein klares Signal für mögliche Stellenstreichungen.

Konzernweite Probleme

Die Schwierigkeiten in Mürzzuschlag stehen im größeren Kontext der Konzernprobleme. Voestalpine hatte bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die amerikanischen Zollaufschläge zu Absatzeinbußen führen und personelle Anpassungen an verschiedenen Produktionsstandorten erforderlich machen könnten. Dies betrifft potenziell auch den Standort Kapfenberg mit seinen 2.280 Beschäftigten sowie Kindberg mit etwa 1.070 Mitarbeitern bei Voestalpine Tubulars. In Kapfenberg wurden bereits im vergangenen Jahr ungefähr 250 Arbeitsplätze abgebaut.

Der Konzern strebt bis Jahresende eine Entscheidung an. Für die 450 Beschäftigten in Mürzzuschlag beginnt damit eine Zeit der Unklarheit.

Die Ergebnisse der externen Beratung werden letztlich darüber entscheiden, wie viele Arbeitsplätze tatsächlich gefährdet sind.

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KO KOSMO-Redaktion
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