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3. Fall!

Patient stirbt nach stundenlangem Warten auf Not-OP

Patient stirbt nach stundenlangem Warten auf Not-OP
Symbolfoto (FOTO: iStock/Gumpanat)
2 Min. Lesezeit |

Ein tragischer Todesfall aus Salzburg sorgt für heftige Empörung und befeuert erneut die Diskussion um eine dringend notwendige Reform des österreichischen Gesundheitssystems.

Ein 79-jähriger Mann erlitt Ende März einen Aorteneinriss – doch weil in den Salzburger Landeskliniken (SALK) keine Kapazitäten frei waren, musste der Patient stundenlang auf die lebensrettende Operation warten. Er starb schließlich in Linz.

Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, ereignete sich der Vorfall bereits am 27. März. Der Mann hatte über starke Brustschmerzen geklagt und wurde gegen 15:30 Uhr in das Uniklinikum Salzburg eingeliefert. Die Ärzte diagnostizierten sofort eine Aortendissektion – einen akuten Notfall, der umgehend operiert werden muss.

Kurz vor der OP verstorben

Doch das einzige zu diesem Zeitpunkt verfügbare Notfallteam war bereits im Einsatz, heißt es in dem Bericht. „Trotz dringlicher Notwendigkeit einer Operation wurde der Patient nicht operiert“, kritisiert Anwalt Stefan Rieder in der „Krone“. Erst gegen 19:30 Uhr hob der Rettungshubschrauber Richtung Linz ab – rund vier Stunden nach der Aufnahme in Salzburg.

Im Kepler-Universitätsklinikum kam für den 79-Jährigen jede Hilfe zu spät: Er starb kurz vor Beginn der Operation. Die Familie des Verstorbenen hat mittlerweile Zivilklage gegen die SALK eingereicht und fordert Schmerzengeld. In der Klage ist von einem „Organisationsverschulden“ der landeseigenen Kliniken die Rede, wie die Tageszeitung berichtet.

Nur ein Notfall-Team verfügbar

„Wenn die SALK schon zwei Operationssäle haben, dann müssen beide benutzbar sein“, sagt Rieder zur „Krone“. Zudem sei es „fragwürdig, dass man bei zwei gleichzeitig auftretenden Notfällen auf andere Spitäler angewiesen ist“. Der Jurist fordert daher eine „Systemänderung“ – das sei man „den Menschen schuldig“.

Die Salzburger Landeskliniken wollten sich gegenüber der „Kronen Zeitung“ nicht konkret zu dem Fall äußern. Sie teilten jedoch mit: „Am Abend und in der Nacht können nicht beide OP-Säle für Notfall-Operationen genutzt werden.“ Grund dafür sei, dass es nur „ein Notfall-Team“ gebe.

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KO KOSMO-Redaktion
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