Ab 2026 können sich viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich wieder über höhere Gehälter freuen. Grundlage dafür sind die jährlichen Kollektivvertragsverhandlungen (KV), die nun neue Einigungen für bis zu 85 Euro mehr pro Monat bzw. 1.190 Euro pro Jahr fixiert haben.
Rund 120.000 Beschäftigte im österreichischen Metallgewerbe profitieren ab Jänner 2026 von deutlichen Lohnerhöhungen. Nach den erfolgreichen KV-Verhandlungen steigen die KV-Löhne um 2,2 Prozent, die Ist-Löhne um 1,8 Prozent – gedeckelt auf 85 Euro monatlich. Aufs Jahr gerechnet entspricht das bis zu 1.190 Euro brutto, inklusive Steuerentlastung sind es netto bis zu 788 Euro mehr.
Metallgewerbe: Löhne steigen kräftig
Auch diverse Zulagen, zum Beispiel für Erschwernis, Gefahren oder Nachtarbeit, werden angehoben. Zudem erhöht sich das Kilometergeld auf 50 Cent pro Kilometer.
Lehrlinge besonders begünstigt
Lehrlinge profitieren laut Gewerkschaft PRO-GE besonders stark. Im ersten Lehrjahr steigt das Gehalt auf 1.000 Euro monatlich, im vierten Lehrjahr auf 2.000 Euro – inklusive Klimaticket für die ersten drei Jahre. Ab 2027 wird zudem der Mindest-Einstiegslohn für Facharbeiter auf 3.000 Euro angehoben. Laut PRO-GE stärkt der Abschluss die Kaufkraft der Beschäftigten und sorgt gleichzeitig für Planungssicherheit bei den Betrieben in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
Auch andere Branchen profitieren
Nicht nur das Metallgewerbe profitiert von den neuen KV-Einigungen. Auch in anderen Branchen wurden bereits Anpassungen beschlossen. So konnten sich die Vertreter von Arbeitgebern und Arbeitnehmern der österreichischen Eisenbahnen für die 55.000 Beschäftigten auf eine durchschnittliche Gehaltserhöhung von 2,7 Prozent einigen. Die Anpassung gilt ab 1. Dezember 2025 und ist sozial gestaffelt: Höhere Einkommen erhalten maximal 150 Euro mehr, niedrigere Gehaltsgruppen profitieren prozentuell stärker.