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Wiener Schüler schwänzen wie nie zuvor – Strafen verdoppeln sich

Wiener Schüler schwänzen wie nie zuvor – Strafen verdoppeln sich
FOTO: iStock/runna10
2 Min. Lesezeit |

Wiens Schulen kämpfen mit einem alarmierenden Trend: Die Zahl der Anzeigen wegen Schulschwänzens stieg um 27 Prozent. Bald drohen Eltern noch höhere Strafen.

In Wien nehmen die Fälle von Schulschwänzen deutlich zu. Die Statistik zeigt einen besorgniserregenden Anstieg bei den gemeldeten Schulpflichtverletzungen. Seit der gesetzlichen Neuregelung im Jahr 2018 wird unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht als Verwaltungsdelikt eingestuft. Sobald ein Schüler mehr als drei Tage ohne Entschuldigung fehlt, muss eine Anzeige erfolgen. Im Schuljahr 2024/25 wurden über 6.000 solcher Anzeigen registriert – ein Anstieg von 27 Prozent. Für die Ahndung sind die Bezirksverwaltungsbehörden verantwortlich. Die Strafen bewegen sich zwischen 110 und 440 Euro. Bei Nichtzahlung drohen sogar Ersatzfreiheitsstrafen von bis zu zwei Wochen.

Die Entwicklung zeigt sich auch in anderen Kennzahlen: Nicht nur die Anzeigen haben zugenommen, auch die verhängten Geldstrafen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 47 Prozent. Die Wiener ÖVP sieht darin einen beunruhigenden Trend. Harald Zierfus, Klubobmann der Wiener Volkspartei, erklärt: „In einigen Teilen von Wien fragt man sich am Vormittag, ob manche Jugendlichen nicht in die Schule gehen müssen.“ Die Zahl der Schüler, deren Fehlzeiten so massiv sind, dass sie angezeigt werden müssen, wächst kontinuierlich.

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Desaströse Situation

Nach Einschätzung von Zierfus betreffen die Anzeigen hauptsächlich extreme Fälle. Das tatsächliche Problem der Fehlzeiten sei in den Schulen jedoch weitaus größer. Die Situation bezeichnet er als „desaströs“. Die Volkspartei befürchtet weitreichende Konsequenzen. „Die Konsequenz davon sehen wir untertags im Stadtbild und langfristig bei immer mehr jungen Männern beim AMS“, so Zierfus.

Höhere Strafen

Die finanziellen Folgen für Schulschwänzer sollen künftig noch empfindlicher werden. Ein aktueller Gesetzesentwurf der Bundesregierung sieht eine deutliche Erhöhung der Strafgelder vor. Ab 1. September 2026 könnten die Geldstrafen zwischen 150 und 1.000 Euro liegen. Der Entwurf befindet sich noch bis zum 31. Oktober 2025 in der Begutachtungsphase.

Zierfus fordert: „Wir erwarten uns, dass die geplanten Verschärfungen und die Suspendierungsbegleitung in Wien rasch und professionell umgesetzt werden.“

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KO KOSMO-Redaktion
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