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Schlafforschung

Warum Nachtmenschen laut Studie ein höheres Sterberisiko haben

Warum Nachtmenschen laut Studie ein höheres Sterberisiko haben
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2 Min. Lesezeit |

Eulen oder Lerchen? Der nächtliche Lebensstil hat seinen Preis – doch nicht der späte Schlaf selbst, sondern die abendlichen Gewohnheiten bergen Risiken.

Frühaufsteher beginnen ihren Tag bereits um sechs Uhr mit körperlicher Aktivität, während andere erst gegen zehn Uhr richtig in Schwung kommen und entsprechend später zu Bett gehen. Diese Zugehörigkeit zur Gruppe der Nachtmenschen kann jedoch mit verschiedenen Nachteilen verbunden sein. Die abendliche Aktivität von Nachteulen lässt sich biologisch erklären: Bei ihnen setzt die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin verzögert ein. Dies erschwert ihnen morgens den Start in den Tag, während Frühaufsteher damit keine Probleme haben. Allerdings können auch Nachtmenschen gleichwertige Leistungen erbringen, sofern sie ihre täglichen Aufgaben an ihren natürlichen Rhythmus anpassen können.

Diese Erkenntnis stammt aus einer Forschungsarbeit, die sich mit den Folgen unterschiedlicher Schlafgewohnheiten befasst hat. Der individuelle Biorhythmus bestimmt, ob jemand abends plötzlich produktiver arbeitet als am Vormittag. Allerdings weist die im Fachjournal „Chronobiology International“ veröffentlichte Untersuchung auf ein beunruhigendes Ergebnis hin: Menschen mit nächtlichem Aktivitätsmuster haben ein um neun Prozent erhöhtes Risiko für einen früheren Tod.

Finnische Zwillingsstudie

Wissenschafter aus Finnland beobachteten für diese Studie 24.000 Zwillingspaare über einen Zeitraum von 37 Jahren und analysierten dabei detailliert deren Lebensstil und Schlafverhalten. Interessanterweise liegt das gesundheitliche Risiko nicht am Schlafmangel selbst oder an den Uhrzeiten der Aktivität. Studienautor Christer Hublin erklärt dazu: „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Chronotyp (individueller Schlaf-Wach-Rhythmus) nur einen geringen oder gar keinen unabhängigen Beitrag zur Sterblichkeit leistet.“

Risikofaktoren identifiziert

Vielmehr sind es bestimmte Verhaltensweisen, die typischerweise in den späten Abendstunden praktiziert werden, wie der Konsum von Tabak und alkoholischen Getränken. Eine zusätzliche Studie belegt, dass Nachtmenschen häufiger unter chronischen Erkrankungen leiden, körperlich weniger aktiv sind und eine geringere Ausdauerfähigkeit aufweisen. Auch spätes, ungesundes Essen trägt zu diesem negativen Effekt bei. Wer jedoch regelmäßig Sport treibt, auf eine ausgewogene Ernährung achtet und weder raucht noch Alkohol konsumiert, muss trotz seiner späten Schlafgewohnheiten kaum negative gesundheitliche Konsequenzen befürchten.

Wer jedoch regelmäßig Sport treibt, auf eine ausgewogene Ernährung achtet und weder raucht noch Alkohol konsumiert, muss trotz seiner späten Schlafgewohnheiten kaum negative gesundheitliche Konsequenzen befürchten.

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KO KOSMO-Redaktion
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