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Generationenkontrast

Generation Widerspruch: Warum Österreichs Jugend trotz Optimismus zittert

Generation Widerspruch: Warum Österreichs Jugend trotz Optimismus zittert
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Zwischen Zuversicht und Zukunftsangst: Österreichs Jugend zeigt sich widersprüchlicher als gedacht. Die neue Sinus-Milieu-Studie räumt mit Klischees auf.

Die neue Sinus-Milieu-Jugendstudie von INTEGRAL zeichnet ein vielschichtiges Porträt der österreichischen Jugend und widerlegt dabei gängige Verallgemeinerungen. Zwar blicken mehr als drei Viertel der 16- bis 29-Jährigen optimistisch in ihre persönliche Zukunft, doch gleichzeitig belasten konkrete Ängste den Alltag junger Menschen: Fast drei Viertel äußern erhebliche Bedenken bezüglich ihrer Wohnsituation, während über die Hälfte berufliche Zukunftssorgen plagen. Diese Werte liegen deutlich über jenen der Gesamtbevölkerung, wo nur 47 Prozent Wohnsorgen und 31 Prozent berufliche Unsicherheiten angeben.

Die digitale Lebenswelt junger Menschen zeigt ebenfalls ein ambivalentes Bild. Vier von fünf Jugendlichen stimmen der Aussage zu: „Ohne Social Media würde ich vieles verpassen, aber zumindest manchmal fühle ich mich dadurch unter Druck gesetzt.“ In der Gesamtbevölkerung teilen nur 39 Prozent diese Einschätzung.

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Nachhaltigkeitskontraste

Beim Thema Nachhaltigkeit offenbaren sich überraschende Kontraste: Junge Österreicher verzichten seltener auf Flugreisen als der Bevölkerungsdurchschnitt – nur jeder Fünfte meidet Flugreisen aus Umweltgründen, verglichen mit 28 Prozent in der Gesamtbevölkerung. Auch bei Produkten mit langen Transportwegen zeigen sich Jugendliche mit 33 Prozent weniger verzichtsbereit als der Durchschnitt (45 Prozent).

Im Bereich Mobilität hingegen setzen junge Menschen stärker auf Klimaschutz: 38 Prozent nutzen öffentliche Verkehrsmittel so intensiv wie möglich – im Vergleich zu 31 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Unterschiedliche Lebenswelten

Mitautor Martin Mayr warnt eindringlich vor Verallgemeinerungen. Er betont, wie stark die unterschiedlichen Lebenswelten die Einstellungen junger Menschen prägen: Während bei den leistungsorientierten „Performern“ die Zukunftserwartung mit 93 Prozent außerordentlich hoch ausfällt, liegt sie bei den „Konservativ-Nostalgischen“ mit nur 59 Prozent deutlich niedriger.

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KO KOSMO-Redaktion
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