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Gesundheitsalarm

Neue Virus-Variante im Umlauf: Grippewelle könnte früher zuschlagen!

Neue Virus-Variante im Umlauf: Grippewelle könnte früher zuschlagen!
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Eine aggressive Influenza-Variante beschleunigt die Grippewelle – statt im Jänner könnte der Höhepunkt bereits im Dezember Österreich treffen und Krankenhäuser massiv belasten.

Der Wiener Gesundheitsverbund schlägt Alarm: Eine besonders ansteckende Influenza-Variante könnte bereits im Dezember für einen ungewöhnlich frühen Höhepunkt der Grippewelle sorgen. „Erste Daten zeigen, dass die aktuelle Virus-Variante ansteckender sein könnte, daher rechnen wir schon im Dezember mit dem Höhepunkt der Influenza-Welle – eine Impfung kann jetzt noch gut schützen“, erklärte der interimistische Leiter der Notfall- und Infektionsambulanz gegenüber der APA.

Die Situation in England, wo die Grippewelle aufgrund dieser neuen Variante mit besonderer Heftigkeit auftritt, gibt Anlass zur Sorge, dass Österreich eine ähnliche Entwicklung bevorsteht. Während der Infektionshöhepunkt üblicherweise erst im Jänner erreicht wird, könnte er sich in dieser Saison bereits Mitte bis Ende Dezember einstellen. Ein Indiz dafür: Im Abwassermonitoring wurden Influenzaviren bereits zwei bis vier Wochen früher als in vergangenen Jahren nachgewiesen.

„Das Problem an der Mutation ist, dass sie leichter weitergegeben werden kann“, verdeutlichte Széll. Dies könnte zu etwa 20 Prozent mehr Erkrankungsfällen führen und damit die Belastung für die Krankenhäuser deutlich steigern. „Dafür haben wir im Wiener Gesundheitsverbund bereits alle Vorkehrungen getroffen.“

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Besondere Risikogruppen

Besonders gefährdet sind laut dem Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) Säuglinge und Kleinkinder, Personen ab 60 Jahren, Menschen mit Grunderkrankungen sowie Schwangere – bei ihnen verläuft eine Infektion häufig schwerwiegend. Die Zahlen unterstreichen den Ernst der Lage: 2024 mussten im Wiener Gesundheitsverbund rund 1.800 Patienten stationär aufgenommen werden.

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Der Facharzt für Infektiologie und Tropenmedizin gibt jedoch Entwarnung hinsichtlich einer „Jahrhundertwelle“. Wie gut der diesjährige Impfstoff gegen die neue Variante schützt, lässt sich laut Szell erst nach Abschluss der Grippesaison abschließend beurteilen. Zu beachten sei, dass die Mutation nur einen von drei Influenza-Virustypen betrifft, die im aktuellen Impfstoff abgedeckt sind.

Altersverteilung Betroffener

Die Statistik des Vorjahres zeigt, dass bei einem Großteil der stationären Aufnahmen die Influenza-Infektion die Hauptdiagnose und damit der primäre Einweisungsgrund war. Auffällig ist die Altersverteilung: 62 Prozent der hospitalisierten Patienten waren über 60 Jahre alt, während 14 Prozent Kinder unter zehn Jahren waren. Diese Zahlen belegen, dass auch bei Kindern schwere Krankheitsverläufe auftreten können.

Der österreichische Impfplan empfiehlt daher die Influenza-Impfung grundsätzlich für alle Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat.

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KO KOSMO-Redaktion
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