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Budgeterhöhung

Alarm im Krankenhaus: Ärzte wehren sich gegen „Massenabfertigung

Alarm im Krankenhaus: Ärzte wehren sich gegen „Massenabfertigung
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Oberösterreich investiert Rekordsumme in die Gesundheit, doch trotz 1,8 Milliarden Euro kämpfen Spitäler mit Überlastung durch Routinefälle.

Oberösterreich stellt im nächsten Jahr rund 1,8 Milliarden Euro für das Gesundheitssystem bereit. Dies entspricht einer Erhöhung von 120 Millionen Euro gegenüber dem aktuellen Jahr. Der Löwenanteil von 1,4 Milliarden Euro fließt in die Krankenhäuser, wie die Verantwortlichen am Freitagvormittag bekannt gaben. Dennoch stehen die medizinischen Einrichtungen vor erheblichen Herausforderungen. Besonders problematisch sehen die Verantwortlichen die sogenannten „Massenabfertigungen“, die ihrer Einschätzung nach nicht in Spitälern, sondern in niedergelassenen Arztpraxen stattfinden sollten.

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Dramatischer Kostenanstieg

Die finanziellen Aufwendungen für die Krankenhäuser haben seit 2019 einen dramatischen Anstieg erfahren und sind um 50 Prozent gewachsen. Die für das Gesundheitsressort zuständige Landeshauptmannstellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) erläutert die Hintergründe: „Die Menschen werden Gott sei Dank immer älter, das ist etwas, das wir haben wollen. Aber mit dem Älterwerden sind auch gewissen Krankheiten verbunden“. Inzwischen ist mehr als jeder zweite Patient in den Krankenhäusern im Pensionsalter, mit weiter steigender Tendenz.

Entlastung gefordert

Harald Schöfl von der oberösterreichischen Gesundheitsholding plädiert für eine Verlagerung einfacherer Behandlungen aus den Spitälern in die Praxen niedergelassener Ärzte, um die Krankenhäuser zu entlasten. Er unterstreicht: „Das Krankenhaus wurde nicht erfunden, um hochfrequent einfache medizinische Themen zu lösen.

Das Krankenhaus ist der Ort, wo schwer kranke Patienten Operationen und Behandlungen finden sollen und eine qualitativ hochwertige Spitzenmedizin erfahren.“