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Kreislaufwirtschaft

Schrottauto-Revolution: EU verbietet Export und erzwingt Recycling

Schrottauto-Revolution: EU verbietet Export und erzwingt Recycling
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Europas Autoindustrie steht vor einem grünen Umbruch: Neue EU-Regeln machen Recycling zur Pflicht und verbieten den Export von Schrottautos ins Ausland.

Künftig müssen Fahrzeuge in der EU zu einem Viertel aus recyceltem Kunststoff bestehen. Von diesem Anteil soll wiederum ein Fünftel aus alten Fahrzeugen stammen. Für weitere Materialien wie Stahl, Aluminium, Magnesium und kritische Rohstoffe wird die EU-Kommission noch entsprechende Recyclingziele festlegen.

Nach offiziellen Daten enden jährlich mehr als sechs Millionen Fahrzeuge in der EU als Altfahrzeuge. Diese enthalten beträchtliche Rohstoffmengen: Die europäische Automobilindustrie beansprucht 19 Prozent der EU-Stahlnachfrage – über sieben Millionen Tonnen jährlich. Zudem verbraucht die Branche etwa zwei Millionen Tonnen Aluminium pro Jahr, erhebliche Mengen Kupfer sowie sechs Millionen Tonnen Kunststoff.

Einfachere Wiederverwertung

„Fahrzeuge müssen so konstruiert werden, dass sie am Ende ihrer Nutzung einfacher auseinandergebaut und ihre Teile einfacher wiederverwertet und recycelt werden können“, erklärte der Verhandlungsführer des Parlaments, Jens Gieseke (CDU), nach der erzielten Einigung. Er bezeichnete das Verhandlungsergebnis als Erfolg für Umwelt, Klima und Industrie.

Bevor die neuen Bestimmungen in Kraft treten können, benötigen sie noch die formelle Zustimmung von EU-Parlament und Mitgliedstaaten. Da die Unterhändler bereits einen Kompromiss gefunden haben, gilt dies jedoch als reine Formalität. Kleinere Fahrzeughersteller sollen von den Vorgaben ausgenommen werden.

Exportverbote geplant

Fünf Jahre nach Inkrafttreten der neuen Regelungen werden Exportverbote für Schrottautos und andere Altfahrzeuge eingeführt. Diese Maßnahme soll gewährleisten, dass die EU ihre Verpflichtung einhält, nicht zur Umweltbelastung in Drittländern beizutragen.

Gleichzeitig sollen wertvolle Materialien innerhalb des EU-Gebiets verbleiben. Die Regelungen zielen darauf ab, die Rückgewinnung wichtiger Rohstoffe wie Stahl, Aluminium und Kunststoffe zu verbessern.

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KO KOSMO-Redaktion
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