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Existenzkampf

Es geht sich nicht mehr aus“: Familienvater kämpft gegen Armutsspirale

Es geht sich nicht mehr aus“: Familienvater kämpft gegen Armutsspirale
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Vom Existenzminimum in die Schuldenfalle: Yamils Miete hat sich verdoppelt, während sein Lohn stagniert. Der siebenfache Familienvater kämpft täglich ums Überleben.

Yamil steht ratlos in seiner Wien-Wohnung. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Was einst 450 Euro Miete kostete, schlug zunächst mit 650 Euro zu Buche und verschlingt nun monatlich 900 Euro. Der 50-jährige Familienvater sieht keinen Ausweg mehr. „Es geht sich einfach nicht mehr aus“, erklärt er mit Blick auf die explodierenden Lebenshaltungskosten. Als einziger Verdiener einer siebenköpfigen Familie muss er drastische Einschnitte hinnehmen. Reguläre Supermärkte sind längst tabu, und selbst bei Kleidung wird gespart, wo es nur geht. Seine Winterjacke – zerrissen und kaum noch wärmend – ist ein stummer Zeuge dieser Entbehrungen. „Ich kann mir keine neuen Sachen leisten“, gesteht er.

Existenz am Limit

Der finanzielle Druck nimmt stetig zu. Da seine Frau sich vollzeit um die fünf Kinder kümmert, lastet die gesamte wirtschaftliche Verantwortung auf Yamils Schultern. Mit einem Monatseinkommen von etwa 1.800 Euro zuzüglich Familienbeihilfe jongliert er täglich am Existenzminimum. Weihnachtsgeschenke für den Nachwuchs waren dieses Jahr undenkbar. Einzig die Spendenaktion „Spielen Sie Christkind“ des Samariterbund-Sozialmarkts brachte etwas Freude ins Haus – die Organisation verteilte 300 Geschenkpakete, von denen auch Yamils Kinder profitierten.

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Düstere Zukunftsaussichten

Die Zukunftsaussichten verdüstern sich weiter. Yamil blickt besorgt auf die angekündigten Gebührenerhöhungen im kommenden Jahr. „Auch die Jahreskarte der Wiener Linien wird teurer, aber der Lohn bleibt gleich“, fasst er seine Lage zusammen. Die Frage, wie er künftig seine Familie versorgen soll, lastet schwer auf ihm.

Eine Antwort darauf hat er nicht.

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KO KOSMO-Redaktion
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