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Lebensgefahr

Todesfalle unter Füßen: Warum Eisflächen jetzt zur Lebensgefahr werden

Todesfalle unter Füßen: Warum Eisflächen jetzt zur Lebensgefahr werden
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Trügerische Eisdecken locken bei Minusgraden – doch unter der scheinbar stabilen Oberfläche lauert tödliche Gefahr. Die Wasserrettung schlägt Alarm.

Die aktuellen Minustemperaturen lassen zahlreiche Seen, natürliche Wasserläufe und Flüsse unter einer Eisschicht erstarren. Doch der trügerische Anschein von Stabilität kann sich rasch in eine akute Lebensgefahr verwandeln. Mit Nachdruck warnt die Wasserrettung vor dem unbedachten Betreten vereister Wasserflächen: Bereits nach wenigen Schritten droht ein Einbruch mit möglicherweise tödlichem Ausgang. Besonders tückisch sind Gewässerabschnitte mit Strömung, insbesondere in der Nähe von Kraftwerksanlagen. An solchen Stellen kann die Eisdecke selbst bei minimaler Belastung nachgeben.

„Aufgrund verschiedener Einflüsse kann das Eis an verschiedenen Stellen eines Gewässers recht unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Bodenwärme, Strömungen, wärmere Zuflüsse oder Quellen, Gasbläschen aus schlammigem Grund, oder ehemalige Einbruchstellen sowie Eisrisse sind mögliche Ursachen dafür“, erklärt die Salzburger Wasserrettung in einer Aussendung. „Ein vereistes Gewässer sollte deshalb nur dann betreten werden, wenn absolut sicher ist, dass die Tragfähigkeit des Eises ausreicht! Es ist auch zu beachten, dass Schnee ein sehr schlechter Wärmeleiter ist und daher schneebedeckte Eisflächen meist dünner sind als schneefreie.“

Gefahr der Unterkühlung

Die Einsatzkräfte der Wasserrettung raten daher dringend, ausschließlich offiziell freigegebene Eisflächen zu nutzen. Bei einem tatsächlichen Einbruch ist schnelles Handeln entscheidend. Im Notfall muss unverzüglich der Notruf 144 gewählt werden. „Die größte Gefahr ist eine starke Unterkühlung und die damit verbundene Abnahme der Kraft und der gegebenenfalls eintretende Bewusstseinsverlust. Zusammen mit dem Abwärtstrieb schwerer Winterkleidung führt dies meist schon nach wenigen Minuten unweigerlich zum Ertrinken“.

Richtige Hilfeleistung

Eine Selbstrettung ist nur unmittelbar nach dem Einbruch realistisch. Personen, die Hilfe leisten wollen, dürfen sich keinesfalls aufrecht der Einbruchstelle nähern, da sie dadurch ihr eigenes Leben gefährden.

An vielen Gewässern sind spezielle Rettungshilfen wie Leitern installiert, die vom sicheren Uferbereich aus eingesetzt werden können.

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KO KOSMO-Redaktion
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