Während Kärnten als einziges Bundesland Exportwachstum verzeichnete, dominiert Oberösterreich weiterhin Österreichs Außenhandel. Bei den Importen legten besonders Tirol und Wien kräftig zu.
Mit Ausnahme von Kärnten verzeichneten alle Bundesländer im vergangenen Jahr einen Exportrückgang. Oberösterreich behauptete sich als exportstärkste Region und steuerte mehr als ein Viertel zu Österreichs Gesamtausfuhren bei. Den höchsten Handelsbilanzüberschuss erwirtschaftete ebenfalls Oberösterreich, gefolgt von der Steiermark und Vorarlberg. Deutschland blieb für sämtliche Bundesländer der wichtigste Handelspartner. Maschinen und mechanische Geräte dominieren nach wie vor den österreichischen Außenhandel.
Die Einfuhren entwickelten sich hingegen deutlich positiver, besonders in Tirol und Wien. Bei den Importen verzeichnete Wien einen Anstieg um 12,5 Prozent, Tirol legte sogar um 15,8 Prozent zu. Moderatere Zuwächse gab es in Salzburg (plus 2,8 Prozent), während Kärnten und Niederösterreich mit 0,2 bzw. 0,1 Prozent nur minimale Steigerungen verbuchten. In den übrigen Bundesländern sanken die Importzahlen. Das größte Handelsdefizit wies Wien auf.
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Regionale Schwerpunkte
In Tirol spielten pharmazeutische Erzeugnisse bei den Ausfuhren eine bedeutende Rolle, während bei den Einfuhren organisch-chemische Produkte im Vordergrund standen. Wien zeigte ebenfalls eine starke Ausrichtung auf den Pharmabereich im Außenhandel, während in Niederösterreich mineralische Brennstoffe einen Schwerpunkt bildeten.
Globale Handelsströme
Europa bleibt der zentrale Absatzmarkt für österreichische Waren mit einem Anteil von 78,2 Prozent, davon entfielen 67 Prozent auf EU-Länder. Im Überseegeschäft dominierte Nordamerika mit 9,3 Prozent. Auch bei den Importen führt Europa mit 76,2 Prozent die Statistik an. Im außereuropäischen Raum ist Asien mit einem Anteil von 16,9 Prozent der wichtigste Lieferant. Australien und Ozeanien spielen als Warenlieferanten für Österreich nur eine marginale Rolle.
Die Bedeutung der USA als Importpartner hat abgenommen – laut Statistik Austria scheinen sie in keiner Region mehr unter den Top-3-Handelspartnern auf.