Dramatische Szenen im russischen Wintersportgebiet: Ein Helikopter kollidiert mit Stahlseilen und stürzt vor den Augen schockierter Skifahrer ab. Beide Insassen sterben.
Im russischen Skigebiet Ashatli Park kam es zu einem folgenschweren Unglück. Ein Hubschrauber stürzte ab, wobei beide Insassen ihr Leben verloren. Das Katastrophenschutzministerium Russlands hat den Vorfall gegenüber regionalen Medien bestätigt. Besucher des Skigebiets dokumentierten das Geschehen mit ihren Mobiltelefonen, wodurch die Aufnahmen rasch in den sozialen Medien kursierten. Mehrere Wintersportler bemerkten den ungewöhnlich tief fliegenden Helikopter und hielten den Moment des Absturzes fest. Für andere Gäste des Skigebiets bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung.
Ersten Ermittlungen zufolge bewegte sich der Helikopter in niedriger Flughöhe über das Skigebiet und querte dabei eine Piste. Die den Behörden vorliegenden Videoaufzeichnungen zeigen, wie das Luftfahrzeug mit Stahlseilen kollidierte, die über den Hang gespannt waren. Es wird vermutet, dass es sich dabei um Kabel einer Seilbahn oder um Stromleitungen handelte. Der Aufprall führte zu einem sofortigen Stabilitätsverlust des Hubschraubers, der sich daraufhin um die eigene Achse drehte und abstürzte.
Opfer identifiziert
Bei den tödlich verunglückten Personen soll es sich russischen Medienberichten zufolge um zwei Männer aus der Region Perm handeln. Ein Unternehmer aus der Logistikbranche soll den Hubschrauber gesteuert haben, während sein Mitarbeiter als Co-Pilot fungierte. Eine offizielle Bestätigung dieser Informationen steht noch aus. Medienberichte nennen die Tattranskom Transportation Company als Eigentümerin des verunglückten Helikopters. Das Unternehmen soll nach eigenen Angaben unter anderem für Gazprom, Rosneft und staatliche Auftraggeber tätig sein. Auch diese Angaben wurden bislang nicht offiziell verifiziert.
Häufige Unfallursache
Das Zusammenstoßen mit Stahlseilen gilt als eine der häufigsten Ursachen für tödliche Zwischenfälle bei Hubschrauberflügen im Gebirge. Die schmalen Kabel sind aus der Luftperspektive oft schwer erkennbar, selbst wenn sie mit Markierungen versehen sind. Das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt registrierte allein im Jahr 2024 zwei derartige Vorfälle. In einem dieser Fälle konnte der Pilot noch sicher landen, im anderen erlitt er schwere Verletzungen.
Im Jahr 2022 führten ähnliche Unfälle zum Tod eines Piloten, ein weiterer wurde schwer verletzt.