Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Konfrontation

Erste Europäische Soldaten auf Grönland – Trump rastet aus! Droht jetzt der NATO-Bruch?

Erste Europäische Soldaten auf Grönland – Trump rastet aus! Droht jetzt der NATO-Bruch?
Foto: epa/Christopher Neundorf
2 Min. Lesezeit |

Europäische Soldaten betreten grönländischen Boden – ein historischer Schritt inmitten wachsender Spannungen mit den USA um die Kontrolle der strategisch wichtigen Arktisregion.

Erste europäische Truppen

Die ersten Kontingente französischer und deutscher Streitkräfte haben die grönländische Hauptstadt Nuuk erreicht. Rund 15 Gebirgsjäger der Franzosen befinden sich bereits vor Ort, um die Vorbereitungen für ein multinationales europäisches Militärmanöver zu koordinieren. Die Soldaten sind Teil der europäischen Militärmission „Arctic Endurance“, die auf Ersuchen der dänischen Regierung am Donnerstag beginnt. Beobachter bezeichnen die Entsendung europäischer Militärkräfte angesichts der amerikanischen Drohgebärden als historischen Vorgang ohne Präzedenzfall.

„Wir setzen hier ein deutliches politisches Zeichen“, erklärte der französische Polarregionen-Botschafter Olivier Poivre d’Arvor am Donnerstag gegenüber dem Sender France Info. Das Manöver verfolge das Ziel, „den Vereinigten Staaten die NATO-Präsenz in Grönland zu demonstrieren“. Gleichzeitig betonte der Diplomat, dass der Dialog mit Washington nicht abgebrochen sei. „Die diplomatischen Kanäle bleiben geöffnet, wir werden eine Verhandlungslösung finden“, versicherte der Botschafter. Er unterstrich zudem, dass letztendlich nur Russland eine reale Bedrohung für die arktische Region und den baltischen Raum darstelle.

Europäische Reaktion

Parallel dazu trat im Elysée-Palast in Paris ein kurzfristig anberaumter nationaler Verteidigungsrat zusammen. Die Bundesrepublik Deutschland hatte ihrerseits am Mittwoch bekannt gegeben, 13 Bundeswehrangehörige nach Grönland zu entsenden. Diese sollen laut offiziellen Angaben die „Rahmenbedingungen für potenzielle militärische Unterstützungsleistungen zugunsten Dänemarks bei der Sicherheitsgewährleistung in der Region“ evaluieren. Im Fokus stehen dabei insbesondere Kapazitäten zur maritimen Überwachung.

Trumps Ansprüche

US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen wiederholt territoriale Ansprüche auf Grönland erhoben und dies mit sicherheitspolitischen Interessen begründet. Noch am Dienstag bekräftigte er seine Position, Grönland müsse „unter amerikanischer Kontrolle stehen“ und bezeichnete jede andere Lösung als „nicht hinnehmbar“. Diese Äußerungen haben bei den europäischen NATO-Verbündeten erhebliche Bedenken hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit des transatlantischen Verteidigungsbündnisses ausgelöst.

⇢ Trump droht Grönland mit Invasion: Ohne Deal „nehmen wir es auf die harte Tour

Grönland ist als autonomes Territorium Teil des Königreichs Dänemark, das ebenso wie die USA Mitglied der NATO ist.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen