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Zahlungsunfähigkeit

Millionenpleite: Medizintechnik‑Firma meldet Insolvenz an

Millionenpleite: Medizintechnik‑Firma meldet Insolvenz an
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Die MEON Medical Solutions GmbH & Co KG aus Graz hat beim zuständigen Landesgericht ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eingeleitet. Nach Informationen von AKV, Creditreform und KSV1870 sind von der Insolvenz 86 Mitarbeiter und 66 Gläubiger betroffen. Die finanziellen Verbindlichkeiten belaufen sich auf knapp 20 Millionen Euro, denen Vermögenswerte von nur 1,13 Millionen Euro gegenüberstehen. Das Unternehmen kann seine fälligen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen und ist damit zahlungsunfähig.

Als Hauptgrund für die finanzielle Schieflage nennt der Insolvenzantrag erhebliche Verzögerungen bei der Produktentwicklung. Der AKV zitiert aus dem Antrag, dass weitere kosten- und zeitintensive Entwicklungsschritte sowie der Aufbau eines Vertriebsnetzes bis zur Gewinnzone notwendig seien. Trotz intensiver Gespräche mit potenziellen Geldgebern konnte bislang kein Investor gewonnen werden.

Sanierungsplan vorgelegt

Das Unternehmen strebt dennoch eine Fortführung und Sanierung an, wobei die Finanzierung des laufenden Betriebs durch externe Mittel sichergestellt werden soll. Den Gläubigern wird ein Sanierungsplan mit der gesetzlichen Mindestquote von 20 Prozent angeboten, zahlbar innerhalb von zwei Jahren.

Bei der insolventen Firma handelt es sich um ein Forschungs- und Entwicklungsunternehmen, das an einem innovativen Analysegerät arbeitet. Die Technologie ermöglicht die Durchführung verschiedener medizinischer Tests – Immunoassay-Tests, klinische Chemie-Tests und Elektrolyt-Tests – in einem einzigen kompakten Gerät.

Innovative Technologie

Die entwickelte Lösung vereint mehrere Technologien und benötigt deutlich weniger Platz als herkömmliche Laborausstattung. Ein besonderer Vorteil liegt in der Wiederverwendbarkeit der Testküvetten, was das System nachhaltiger macht als konventionelle Verfahren. Das Unternehmen hat für diese Innovationen zahlreiche Patente angemeldet.

Obwohl die Geräteentwicklung abgeschlossen ist, fehlen noch die erforderlichen Zulassungen für die Serienproduktion.

Zudem wurde bislang kein Vertriebssystem aufgebaut, weshalb das Produkt noch nicht marktreif ist.

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KO KOSMO-Redaktion
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