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Favoritensieg

Tradition trifft Moderne: Kroatien setzt beim ESC auf slawische Wurzeln!

Tradition trifft Moderne: Kroatien setzt beim ESC auf slawische Wurzeln!
(FOTO: Dora HRT / Screenshot)
2 Min. Lesezeit |

Aus dem Nichts an die Spitze: Die erst kürzlich gegründete Ethno-Pop-Formation Lelek dominierte Kroatiens ESC-Vorentscheid und fährt mit slawischen Klängen nach Wien.

Kroatien hat seinen Vertreter für den Eurovision Song Contest in Wien gefunden. Die Ethno-Pop-Formation Lelek setzte sich beim nationalen Vorentscheid Dora 2026 mit deutlichem Vorsprung gegen die Konkurrenz durch. Die fünfköpfige Gruppe dominierte sowohl die Jurywertung mit 77 Punkten als auch das Publikumsvoting mit 96 Punkten. In der Gesamtwertung erreichte Lelek 173 Punkte und distanzierte damit die zweitplatzierten Cold Snap um beachtliche 65 Punkte.

Bei der Jurywertung kamen Stimmen aus verschiedenen Regionen Kroatiens sowie aus dem Ausland zum Tragen. Neben den vier kroatischen Jurys aus Zagreb, Osijek, Rijeka und Split bewerteten auch internationale Experten aus San Marino, Großbritannien, Norwegen und Luxemburg die Beiträge. Auch in dieser Kategorie konnte Lelek die meisten Punkte für sich verbuchen und bestätigte damit ihren Favoritenstatus.

Der Weg ins Finale führte für die insgesamt 24 Teilnehmer über zwei Halbfinalrunden, die am Donnerstag und Freitag stattfanden. In diesen Vorrunden entschied ausschließlich das Publikum, welche jeweils acht Künstler in die Endrunde einziehen durften. Erst im Finale kam zusätzlich eine Fachjury zum Einsatz, wobei Publikums- und Jurystimmen zu gleichen Teilen in das Endergebnis einflossen.

Leleks Erfolgsgeschichte

Die Siegerband Lelek besteht aus den fünf Musikerinnen Judita Storga, Marina Ramljak, Korina Olivia Rogic, Lara Brtan und Klaudija Pulek, während Tomislav Roso als Projektmanager fungiert. Das Ensemble wurde erst kurz vor ihrer Teilnahme am Vorentscheid Dora 2025 gegründet, wo sie bereits den vierten Platz belegten. In sozialen Netzwerken hat sich die Gruppe mit Neuinterpretationen teils vergessener Volkslieder einen Namen gemacht.

Die Musikerinnen haben sich der Bewahrung des slawischen Kulturerbes verschrieben. Ihr Siegertitel „Andromeda“ wird in kroatischer Sprache dargeboten und zeichnet sich durch eine durchdachte Dramaturgie aus.

Musikalische Dramaturgie

Der Song beginnt verhalten mit einer Solostimme, bevor ein vielstimmiger Chor einsetzt. Dramatische Streicherpassagen und Percussion-Elemente leiten zum kraftvollen Refrain über. Im zweiten Teil des Liedes gewinnt der kanonische Gesang an Bedeutung, bevor „Andromeda“ mit elektronischen Klangflächen in einem energiegeladenen Finale gipfelt.

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Mit dieser Verbindung aus traditionellen Elementen und zeitgemäßer Musikproduktion will Kroatien beim Eurovision Song Contest in Wien überzeugen.

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KO KOSMO-Redaktion
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