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Parteiausschluss

Ruck schlägt zurück: Brief an ÖVP-Vorstand bringt neue Brisanz

Ruck schlägt zurück: Brief an ÖVP-Vorstand bringt neue Brisanz
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Walter Ruck schweigt nicht länger: Mit einem Brief an den Bundesparteivorstand geht der Wiener WK-Präsident in die Offensive.

In der Causa Ruck steuert die ÖVP auf eine Entscheidung zu: Für Freitagabend hat Parteichef und Bundeskanzler Christian Stocker eine virtuelle Sitzung des Bundesparteivorstands einberufen, in der allem Anschein nach der Parteiausschluss des Wiener Wirtschaftskammerpräsidenten vollzogen werden soll. Während die Partei intern die Weichen für diesen Schritt stellt, geht Ruck nun erstmals selbst in die Offensive – mit einem Schreiben direkt an den Bundesparteivorstand.

Laut einem Bericht des Portals „Heute“ hat er darin sein Befremden über die aktuellen Entwicklungen zum Ausdruck gebracht. In dem Brief gibt Ruck an, er habe „mit großem Interesse“ aus Medienberichten erfahren, dass der Bundesparteivorstand seinen Ausschluss aus der Partei plane.

Rucks Gegenwehr

Besonders stoße er sich daran, dass für die kommende Woche ein Gespräch mit dem VP-Ethikrat vereinbart gewesen sei – dieses jedoch am Donnerstag kurzfristig abgesagt worden sei und man von ihm stattdessen verlangt habe, bis Freitag um 12 Uhr eine schriftliche Erklärung vorzulegen. Ruck sieht sich als Opfer einer gezielten Kampagne gegen seine Person.

Seit deren Beginn habe er „darauf hingewiesen, dass die veröffentlichten Aussagen von mir nicht bestätigt werden können“. Wörtlich schreibt er: „Es wurden nicht verifizierte Zitate aus einer potenziell illegalen Tonaufnahme publiziert, deren Echtheit – so eine authentische Aufnahme überhaupt existiert – von mir nicht überprüft werden kann.“

Ausschluss beschlossen?

Rechtlich relevante Vorwürfe gegen ihn existierten schlicht nicht, hält Ruck fest. Was tatsächlich vorliege, sei „Aufregung über mir in den Mund gelegte, flapsige, private Aussagen“, die er allesamt nicht bestätigt habe und die in einzelnen Fällen sogar widerlegt worden seien.

Besonderes Erstaunen äußert Ruck darüber, dass die Entscheidung über seinen Parteiausschluss offenbar bereits vor der Vorstandssitzung gefallen sei – zumindest werde dies so berichtet. Angesichts der von ihm dargelegten Sachlage zeige er sich „sehr gespannt auf die schriftliche Begründung eines eventuellen Ausschlusses“.

Abschließend hält Ruck in seinem Schreiben fest, dass er unabhängig vom Ausgang der parteiinternen Causa Obmann des Wiener Wirtschaftsbundes sowie Präsident der Wirtschaftskammer Wien bleibe und „wie bisher mit vollem Herzblut für den Wiener Wirtschaftsstandort arbeite“.

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KO KOSMO-Redaktion
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