Ein Badesee im Burgenland sorgt für Alarm: Die gemessenen Bakterienwerte liegen weit über dem gesetzlich erlaubten Grenzwert.
Wegen einer massiv erhöhten Konzentration von Escherichia-coli-Bakterien hat die Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf ein sofortiges Badeverbot für den Naturbadesee Markt St. Martin im Burgenland erlassen. Eine am Dienstag entnommene Wasserprobe ergab eine Belastung von 580 koloniebildenden Einheiten pro 100 Milliliter – der gesetzlich zulässige Höchstwert für Kleinbadeteiche liegt bei 100.
Ursache & Sperrung
Escherichia-coli-Bakterien gelten als Hinweis auf eine mögliche Gewässerverunreinigung. Um ein Gesundheitsrisiko für Badegäste auszuschließen, ist der See bis auf Weiteres gesperrt. Als wahrscheinlichste Ursache für die erhöhten Werte nennt das Land Burgenland eine Verunreinigung des Füllwassers durch die heftigen Unwetter und Niederschläge, die der Probenentnahme vorangingen. Nicht ausgeschlossen werden kann laut Behörde auch eine Belastung durch menschliche oder tierische Fäkalien.
Der Betreiber hat bereits Schritte eingeleitet, um die Wasserqualität zu verbessern. Aufgehoben wird das Badeverbot erst dann, wenn die gesetzlichen Grenzwerte wieder eingehalten werden. Die Wasserqualität des Sees wird routinemäßig durch die Biologische Station Illmitz kontrolliert.
Nach Angaben des Landes beträgt die durchschnittliche Lebensdauer von E.-coli-Bakterien etwa drei Wochen.
Gesundheitliche Risiken
Escherichia coli ist ein natürlicher Bestandteil der Darmflora von Menschen, Vögeln und anderen warmblütigen Säugetieren. Bestimmte Stämme des Bakteriums können jedoch Erkrankungen hervorrufen – darunter Harnwegsinfektionen sowie Magen-Darm-Beschwerden.