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Antriebsstrategie

Trotz Elektro-Offensive: Porsche setzt auf Verbrenner

Trotz Elektro-Offensive: Porsche setzt auf Verbrenner
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Elektro oder Verbrenner – Porsche will beides. Hinter der ungewöhnlichen Doppelstrategie steckt mehr als ein Kompromiss.

Porsche hält an zwei Welten fest – und das mit Kalkül. Während der Stuttgarter Sportwagenhersteller mit dem Taycan und der elektrischen Variante des Macan längst im Elektrozeitalter angekommen ist, kehrt er beim Macan ab etwa 2028 auch zum Verbrennungsmotor zurück. Ein Widerspruch? Nein – eine Strategie.

Der Schritt spiegelt wider, was bei Porsche intern offenbar schon länger diskutiert wird: dass eine vollständige Abkehr vom Verbrenner nicht nur technisch, sondern auch kommerziell riskant wäre. Porsche lieferte 2024 weltweit 20.836 Taycan aus, 49 Prozent weniger als 2023 mit 40.629 Fahrzeugen. Die Kundschaft, die Porsche groß gemacht hat, schätzt Motorensound, Fahrdynamik und das haptische Erlebnis eines Saugmotors – Qualitäten, die sich nicht ohne Weiteres in Kilowattstunden übersetzen lassen.

911 bleibt Verbrenner

Am deutlichsten zeigt sich diese Haltung beim 911. Das Flaggschiff der Marke wird es in einer rein elektrischen Ausführung schlicht nicht geben – das hat das Unternehmen klar kommuniziert. Stattdessen setzt Porsche auf moderne Hybridsysteme und synthetische Kraftstoffe, um den Charakter des Kultmodells zu erhalten.

Bewusste Wahlfreiheit

Der Ansatz ist pragmatisch: Statt dem Elektrifizierungstrend bedingungslos zu folgen, baut Porsche eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Käuferinnen und Käufer sollen künftig selbständig entscheiden können, welcher Antrieb zu ihrem Fahrstil passt – ob Benziner, Elektromotor oder Hybrid.

Diese Wahlfreiheit ist kein Zugeständnis an Nostalgie, sondern eine bewusste Marktentscheidung.

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KO KOSMO-Redaktion
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