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Waldbrand

Inferno an der Atlantikküste: 20.000 fliehen vor Flammen

Inferno an der Atlantikküste: 20.000 fliehen vor Flammen
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Flammen, Flucht und internationale Hilfe: An der französischen Atlantikküste spitzt sich eine Katastrophe dramatisch zu.

Ein massiver Waldbrand bedroht die Halbinsel Cap Ferret an der französischen Atlantikküste und hat die Behörden zur vollständigen Evakuierung des Gebiets veranlasst. Am Freitagmorgen leiteten die zuständigen Stellen die letzte Phase der Räumung von Lège-Cap-Ferret südwestlich von Bordeaux ein.

Bewohner und Feriengäste wurden aufgefordert, die gesamte Halbinsel zu verlassen. Während ein Teil der Menschen über die einzige Straßenverbindung in Richtung Bordeaux flüchtete, wurden andere per Boot in Sicherheit gebracht. Zwischen 7 und 10 Uhr standen an vier Anlegestellen Schiffe für den Transport bereit.

Die Präfektin der Region Nouvelle-Aquitaine, Sophie Brocas, hatte die vollständige Räumung angeordnet, nachdem sich die Lage in der Nacht weiter verschärft hatte. Cap Ferret zählt zu den meistbesuchten Ferienregionen an der französischen Atlantikküste und ist vor allem in den Sommermonaten stark frequentiert.

Tausende Evakuierte

Seinen Ursprung hatte der Brand am Dienstag in der Nähe der Ortschaft Saumos, etwa 40 Kilometer nordöstlich von Bordeaux. Innerhalb weniger Tage fraßen sich die Flammen durch rund 8.700 Hektar Land. Trockenheit, anhaltende Hitze und starke Winde erschweren die Arbeit der Einsatzkräfte erheblich.

Bereits vor der Evakuierung von Cap Ferret waren mehr als 20.000 Menschen aus Ortschaften, Wohngebieten und Campingplätzen rund um die Bucht von Arcachon in Sicherheit gebracht worden. Hunderte Feuerwehrkräfte sowie Löschflugzeuge sind im Einsatz. Nach Angaben der Behörden wurden bei diesem Brand bislang keine Personen verletzt.

Tödliche Brände

Zwei französische Feuerwehrmänner kamen jedoch am Dienstag bei einem anderen Brand nahe dem Flughafen Bordeaux-Mérignac ums Leben, nachdem sie von den Flammen eingeschlossen worden waren. Präsident Emmanuel Macron sprach den Familien der Verstorbenen sein Beileid aus. Angesichts der angespannten Lage im Land aktivierte Macron den EU-Katastrophenschutzmechanismus.

Zusätzliche Löschflugzeuge und Hubschrauber aus Kroatien, Portugal, Tschechien und der Slowakei sollen die Kapazitäten der französischen Einsatzkräfte verstärken.

Parallel zum Großbrand bei Cap Ferret kämpfen die Behörden auch in anderen Teilen Südfrankreichs gegen ausgedehnte Waldbrände. Rund um Biscarrosse südlich der Halbinsel wurden ebenfalls Zehntausende Menschen evakuiert.

Auch Spanien ist von einer Vielzahl an Bränden betroffen und hat deshalb eine nationale Notfallsituation ausgerufen.

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KO KOSMO-Redaktion
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