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Tragödie

Im Kindergartenbus vergessen: Sofia (1) stirbt

Im Kindergartenbus vergessen: Sofia (1) stirbt
FOTO: iStock/Victor Golmer
2 Min. Lesezeit |

Acht Stunden, ein verlassener Kleinbus, ein einjähriges Mädchen – in Portugal endet ein ganz normaler Morgen in einer Tragödie.

In Portugal ist ein einjähriges Mädchen gestorben, nachdem es stundenlang in einem Kleinbus zurückgelassen worden war. Das Kind, Sofia, sollte von einer Frau in eine Kindertageseinrichtung im südlich von Lissabon gelegenen Almada gebracht werden – doch es blieb im Fahrzeug zurück. Entdeckt wurde die Tragödie erst am Nachmittag, als die Mutter ihre Tochter abholen wollte.

Wie die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf Polizeiangaben berichtet, vergingen acht Stunden, bevor das Fehlen des Mädchens auffiel. Der Kleinbus, in dem Sofia leblos aufgefunden wurde, stand rund einen Kilometer von der Kita entfernt.

Gefährliche Temperaturen

Die genaue Todesursache ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Bekannt ist jedoch, dass sich Fahrzeuge in der Sonne rasch auf gefährliche Temperaturen aufheizen – bereits bei moderaten 24 Grad Außentemperatur kann die Innentemperatur eines Autos laut ADAC innerhalb von zehn Minuten auf 31 Grad steigen.

Das Mädchen befand sich seit acht Uhr morgens in dem Fahrzeug. Die Ermittler versuchen nun zu klären, wie es der Betreuerin entgehen konnte, dass Sofia noch im Bus saß. In solchen Situationen ist üblicherweise eine Zählung der Kinder vorgesehen.

Krisendienst eingeschaltet

Die Rettungskräfte, die nach dem Auffinden des Kindes eintrafen, konnten Sofia nicht mehr retten. Der Kindergarten teilte mit, dass unmittelbar nach dem Eintreffen der Mutter jemand zu dem Fahrzeug geeilt sei.

Zur Unterstützung der Eltern wurde ein psychologischer Krisendienst hinzugezogen.

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KO KOSMO-Redaktion
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