Zwischen Sonnenauf- und -untergang verzichten, nach Einbruch der Dunkelheit gemeinsam speisen: Der heilige Fastenmonat Ramadan verbindet spirituelle Disziplin mit familiärer Nähe.
Der Ramadan nimmt im islamischen Mondkalender den neunten Monat ein und wird von allen Muslimen als heilige Zeit verehrt. Gläubige verzichten während dieser Periode zwischen Sonnenauf- und -untergang vollständig auf Nahrung und Flüssigkeiten. Diese Fastenpraxis dient der Stärkung von Selbstdisziplin, Empathie und Dankbarkeit. In den Fokus rücken zudem das Gebet sowie die intensive Verbindung zu Familie und Glaubensgemeinschaft. Den Abschluss des Ramadan bildet das Fest des Fastenbrechens, Eid al-Fitr.
Das Fasten stellt für Muslime im Ramadan eine religiöse Verpflichtung dar. Diese spirituelle Übung soll die Selbstkontrolle fördern, Dankbarkeit vertiefen und das Mitgefühl stärken. Gleichzeitig vertieft sich dadurch die Beziehung zu Gott. Nach Sonnenuntergang beenden Muslime täglich ihr Fasten mit der Iftar-Mahlzeit. Vor Tagesanbruch nehmen sie noch die Suhoor-Mahlzeit zu sich, bevor der Fastenzyklus bis zum nächsten Sonnenuntergang fortgesetzt wird.
Von der Fastenpflicht ausgenommen sind bestimmte Personengruppen: Kinder, werdende Mütter, Menschen mit Erkrankungen, hochbetagte Personen, Reisende sowie Frauen während ihrer Menstruation. Für sie bestehen Möglichkeiten, das Fasten zu verschieben, auszusetzen oder anderweitig zu kompensieren.
Festliches Fastenbrechen
Mit dem Fest des Fastenbrechens Eid al-Fitr endet der Ramadan feierlich. Besondere Gebete, gemeinschaftliche Feierlichkeiten, festliche Speisen und gegenseitige Geschenke prägen diesen Anlass. Familien und Gemeinschaften kommen zusammen und genießen diese freudvolle Zeit miteinander.
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Zeitlicher Ablauf
Der Zeitraum des Ramadan verschiebt sich jährlich, da er dem islamischen Mondkalender folgt. Die genaue Festlegung erfolgt durch muslimische Gelehrte anhand der Mondsichtung. Im Jahr 2026 beginnt der Ramadan in Österreich am 18. Februar.