Ein Motorradunfall reißt einen jungen Mann aus dem Leben – und stürzt seinen berühmten Bruder in tiefen Schmerz.
Dragan Lazic ist tot. Der 32-Jährige kam heute bei einem Verkehrsunfall in Vladimirci ums Leben – er hinterlässt nicht nur eine trauernde Familie, sondern auch einen Bruder, dem die Welt gerade zusammenbricht.
Sein Bruder, der Folksänger Darko Lazic, empfing Journalisten von Blic sichtlich gebrochen vor dem Familienhaus in Brestač. Kaum in der Lage zu sprechen, fand er dennoch Worte, die tiefer trafen als jede ausformulierte Trauerbotschaft: „Ich werde mich sehr kurz fassen, ich will nicht viel reden – ich weiß nicht einmal, was ich euch sagen soll. Es ist, als hätte ich einen Teil von mir verloren. Das alles ist mir sehr schwergefallen.“
Mit gebrochener Stimme fügte er hinzu: „Ich habe die Hälfte von mir verloren. Die Hälfte meines Herzens. Danke, dass ihr gekommen seid – aber ich bitte um etwas Verständnis. Ich habe weder die Kraft noch die Worte noch die Tränen mehr. Nehmt es mir bitte nicht übel.“
Tödlicher Aufprall
Der Unfall ereignete sich, als Dragan mit seinem Motorrad unterwegs war. Bei der Kollision mit einem Pkw wurde er durch die Wucht des Aufpralls rund 50 Meter durch die Luft geschleudert. Obwohl die Rettungskräfte rasch vor Ort waren, konnten sie ihm nicht mehr helfen – Dragan Lazic verstarb noch im Krankenwagen.
Die Beifahrerin des beteiligten Pkw wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Der Lenker des Autos, ein 62-jähriger Mann mit den Initialen V.K., wurde noch am Unfallort festgenommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Sabac wurde er für 48 Stunden in Untersuchungshaft genommen.
Die genauen Umstände des Unfalls werden derzeit ermittelt. Fotos vom Unfallort zeigen das völlig zerstörte Fahrzeug und weiträumig über die Fahrbahn verteilte Trümmer.
Beistand für Darko
Während Darko Lazic in seinem Schmerz kaum Worte findet, ließ ihn die Unterstützung aus seinem Umfeld nicht allein. Zu den Ersten, die nach Brestač kamen, um ihr Beileid auszusprechen, zählte seine Ex-Frau Ana Sevic.