Dämonen, Geheimakten, Area 51: US-Vizepräsident JD Vance sorgt mit seiner ganz eigenen UFO-Theorie für Aufsehen.
US-Vizepräsident JD Vance hat in einem Interview mit dem konservativen Podcaster Benny Johnson seine persönliche Faszination für UFO-Akten offenbart – und dabei auch eine ungewöhnliche theologische Deutung des Phänomens geliefert.
In der Sendung „The Benny Show“ erklärte Vance, er sei bei seinem Amtsantritt regelrecht „besessen“ von den einschlägigen Regierungsunterlagen gewesen, habe sich dann aber den drängenden Fragen der Wirtschaft und der nationalen Sicherheit widmen müssen. Für den Rest seiner Amtszeit kündigte er an, die Sache nicht auf sich beruhen zu lassen: „Ich habe drei Jahre lang Zugang zur allerhöchsten Geheimhaltungsstufe. Ich werde der Sache auf den Grund gehen.“ Ursprünglich hatte er sogar Besuche in der Area 51 und in New Mexico geplant – doch das Timing habe nie gepasst.
Dämonen oder Aliens?
Bemerkenswert war Vances Erklärungsansatz für das Phänomen selbst. Er äußerte die Überzeugung, dass es sich bei UFOs um „Dämonen“ handeln könnte. Himmlische Wesen, die seltsame Dinge mit Menschen anstellten – der Wunsch, all das als außerirdisch zu beschreiben, sei letztlich ein Deutungsangebot, das jede große Weltreligion auf ihre eigene Weise kenne. Als gläubiger Christ greife er bei übernatürlichen Phänomenen auf das christliche Verständnis zurück: Es gebe viel Gutes da draußen, aber auch etwas Böses. Einer der „großen Tricks des Teufels“ bestehe darin, die Menschen davon zu überzeugen, dass er nie existiert habe.
Die Faszination für außerirdisches Leben ist in den USA keineswegs auf politische Außenseiter beschränkt. Präsident Donald Trump ordnete im Feber an, Regierungsdokumente zu außerirdischem Leben und unidentifizierten Flugobjekten freizugeben. Anfang März ließ die Regierung zudem die Bundesdomäne Aliens.gov registrieren – ein Schritt, der das öffentliche Interesse weiter anheizte. Laut einer YouGov-Umfrage vom September 2024 glauben 53 Prozent der Amerikanerinnen und Amerikaner, dass außerirdisches Leben definitiv oder wahrscheinlich existiert. Eine Erhebung des Pew Research Center aus dem Jahr 2021 kommt auf 65 Prozent, die an intelligentes Leben auf anderen Planeten glauben; 51 Prozent halten von Militärangehörigen gesichtete UFOs für mögliche Belege dafür.
Prominente Stimmen
Auch aus der Wissenschaft kommen Signale, die das Thema nicht zur Ruhe kommen lassen. Im September 2025 entdeckte der NASA-Rover Perseverance in einem alten Flussbett auf dem Mars Gesteine, die nach Einschätzung von Forschenden Hinweise auf einstiges mikroskopisches Leben enthalten könnten. Schlüssige Belege für außerirdisches Leben gibt es bislang dennoch nicht.
Trump hatte seine Ankündigung im Feber auf Truth Social mit den Worten begründet, er werde „den Kriegsminister und andere relevante Ministerien und Behörden anweisen, den Prozess zur Identifizierung und Freigabe von Regierungsakten zu außerirdischem und extraterrestrischem Leben, unidentifizierten Luftphänomenen und unidentifizierten Flugobjekten zu beginnen“ – ausdrücklich mit Verweis auf das „enorme gezeigte Interesse“ der Öffentlichkeit.
Auch andere prominente Stimmen haben sich zuletzt zu Wort gemeldet. Elon Musk erklärte im Jänner beim Weltwirtschaftsforum in Davos, seine 9.000 Satelliten hätten noch nie einem außerirdischen Raumschiff ausweichen müssen. Daraus zog er den Schluss, dass Leben und Bewusstsein im Universum „extrem selten“ sein dürften – und appellierte dafür, das „Licht des Bewusstseins“ unter allen Umständen zu erhalten. Die republikanische Abgeordnete Anna Paulina Luna aus Florida äußerte gegenüber Podcaster Joe Rogan, sie sei aufgrund von Fotos, die sie gesehen habe, „sehr zuversichtlich“, dass es da draußen Dinge gebe, die nicht von Menschenhand stammen.
Wann konkret mit einer Freigabe weiterer UFO-Akten zu rechnen ist, blieb vorerst offen.