USA-Einreise: Große Unterschiede je nach Pass
Während sich Fans aus Bosnien und Herzegowina auf einen klassischen Visaprozess einstellen müssen, ist die Situation für viele andere europäische Länder deutlich einfacher – insbesondere für Österreich und Kroatien.
Österreich: Kein Visum, aber ESTA-Pflicht
Für österreichische Staatsbürger gilt das sogenannte Visa Waiver Program. Das bedeutet: Kein klassisches Visum ist notwendig, stattdessen reicht eine elektronische Reisegenehmigung (ESTA).
Diese muss spätestens 72 Stunden vor Abreise online beantragt werden und ist in der Regel zwei Jahre gültig. Pro Aufenthalt dürfen sich Reisende maximal 90 Tage in den USA aufhalten. Wichtig: Auch mit gültigem ESTA entscheidet letztlich die US-Grenzbehörde über die tatsächliche Einreise.
Kroatien: Seit 2021 visafrei – mit Einschränkungen
Auch Kroatien gehört mittlerweile zum Visa Waiver Program. Kroatische Staatsbürger benötigen daher ebenfalls kein Visum mehr, sondern reisen – wie Österreicher – mit ESTA in die USA ein.
Maximal 90 Tage Aufenthalt für Tourismus oder GeschäftsreisenESTA verpflichtend vor Reiseantritt. Mehrfache Einreisen innerhalb der Gültigkeit möglich
Wird ein ESTA-Antrag jedoch abgelehnt, bleibt nur der klassische Weg über ein B1/B2-Visum.
Bosnien: Klassischer Visaprozess bleibt Pflicht
Ganz anders ist die Situation für Bosnien und Herzegowina: Das Land ist nicht Teil des Visa Waiver Program. Reisende müssen daher weiterhin ein B1/B2-Visum beantragen – inklusive Interviewtermin, längerer Wartezeiten und höherem bürokratischem Aufwand.
Die Visagebühr liegt aktuell bei 185 US-Dollar, hinzu kommen mögliche Zusatzkosten und organisatorischer Aufwand rund um den Antrag.
Der eigentliche Unterschied: Zeit, Risiko und Planbarkeit
Der entscheidende Unterschied liegt nicht nur im Preis, sondern vor allem in der Planbarkeit:
Österreich & Kroatien: schnelle Online-Registrierung, kaum Risiko
Bosnien: Interviewpflicht, mögliche Ablehnung, lange Wartezeiten
Oder anders gesagt: Während Fans aus Wien oder Zagreb ihre Reise oft spontan planen können, wird sie für bosnische Anhänger zur logistischen Herausforderung – trotz identischer Leidenschaft für das Turnier.