Bosnien und Herzegowina will seine Treibstoffversorgung neu aufstellen – und die USA stehen bereits in den Startlöchern.
Die Regierung der Föderation Bosnien und Herzegowina hat eine Initiative auf den Weg gebracht, die Zölle auf Erdölimporte aus Ländern außerhalb der EU und der CEFTA-Zone vorübergehend aussetzen soll. Ziel der Maßnahme ist es, die Bezugsquellen für Erdöl breiter aufzustellen, die Versorgungssicherheit zu stärken und jene Preisschwankungen abzufedern, die Konsumentinnen und Konsumenten unmittelbar an der Zapfsäule zu spüren bekommen.
US-Importe im Fokus
Besonderes Interesse gilt dabei einem möglichen Ausbau der Treibstoffimporte aus den Vereinigten Staaten. US-Vertreter Ginkel hob in diesem Zusammenhang das Potenzial amerikanischer Lieferanten hervor: „Die USA sind der weltweit größte Erdölproduzent, und amerikanische Unternehmen sind bereit, hochwertige Treibstoffe zu liefern und die Lager in Bosnien und Herzegowina aufzufüllen – sofern die Zölle aufgehoben werden.“
Protecting BiH consumers from global fuel price volatility was the focus of today’s meeting between Charge d’Affaires, a.i., John Ginkel and FBiH Minister of Trade Amir Hasičević.
— US Embassy Sarajevo (@USEmbassySJJ) April 13, 2026
Charge Ginkel welcomed the FBiH Government’s efforts to adopt an initiative requesting the BiH… pic.twitter.com/u6UmkEMucQ
Wie die US-Botschaft mitteilte, begrüßt Ginkel ausdrücklich die Bemühungen der Regierung, diese Initiative in den Ministerrat von Bosnien und Herzegowina einzubringen. Die Initiative würde die Erdölversorgung des Landes auf eine breitere Basis stellen, für mehr Stabilität und Sicherheit in der Belieferung sorgen sowie die Preisvolatilität dämpfen, von der Verbraucherinnen und Verbraucher an den Tankstellen direkt betroffen sind, hieß es in der Stellungnahme der Botschaft.